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Die Verbesserung fiel auch deswegen so deutlich aus, weil im Vorjahresquartal der Verkauf des Vergleichsportals Verivox zu einer Ergebnisbelastung von 34 Mio. Euro geführt hatte. Im laufenden Jahr erwartet ProSiebenSat.1 unverändert einen deutlichen Ergebnisanstieg.
Vorstandschef Marco Giordani hat dem Konzern einen Sparkurs verordnet. Es sei nicht das Ziel, Personal zu kündigen, sondern die Effizienz zu erhöhen und etwa mit der gleichen Zahl an Beschäftigten mehr zu tun, hatte er gesagt. Im Zuge dessen sollen auch der Aufsichtsrat verkleinert und dessen Vergütung gesenkt werden. "Wir treiben die Entwicklung hin zu agileren Strukturen sowie weiterer Kosteneffizienz voran", bekräftigte Giordani. Er verwies auch auf den fortlaufenden Verkauf von Randgeschäften. "Diese Maßnahmen greifen und werden unsere Rentabilität weiter stärken."
Während die wichtigen Werbeerlöse im TV-Geschäft sanken, legten die digitalen und sogenannten smarten Werbeumsätze um zehn Prozent zu. Finanzvorstand Bob Rajan sprach von einem positiven Trend im Werbegeschäft. "Dabei war der April besser als das erste Quartal, auch wenn das Marktumfeld herausfordernd bleibt", erklärte Rajan. "Das stützt unsere Einschätzung, dass sich die Entertainment-Umsätze in der zweiten Jahreshälfte wieder stärker entwickeln sollten."