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Durch den Krieg im Nahen Osten seien die Lieferketten vieler asiatischer Wettbewerber gestört, weshalb sich Kunden wieder stärker europäischen Anbietern zuwendeten, so Zachert. Lieferfähigkeit sei derzeit ein bedeutender Wettbewerbsvorteil. Zudem habe das Unternehmen für viele Produkte die Preise erhöht, um gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik weiterzugeben.
Im abgelaufenen Quartal schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,9 Prozent auf 1,378 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen brach um 29,3 Prozent auf 94 Mio. Euro ein. Neben niedrigeren Verkaufspreisen drückte auch der Verkauf des Urethan-Geschäfts im Vorjahr auf die Bilanz. Unter dem Strich erhöhte sich der Verlust auf 141 Mio. Euro von einem Minus von 57 Mio. vor Jahresfrist. Für das zweite Quartal rechnet Lanxess mit einer Besserung und peilt ein operatives Ergebnis zwischen 130 und 150 Mio. Euro an. Im Gesamtjahr 2026 soll das EBITDA vor Sondereinflüssen weiterhin einen Wert zwischen 450 und 550 (Vorjahr: 510) Mio. Euro erreichen.