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Der Auftragseingang sei in den vergangenen Monaten um ein Viertel gestiegen und habe Ende März ein Volumen von 25 Milliarden Euro erreicht. Bei einigen Halbleitern sei die Produktion bis ins kommende Geschäftsjahr hinein ausgebucht. Er hebe daher die Ziele für 2025/2026 an. Infineon-Aktien stiegen zur Eröffnung um mehr als zwei Prozent.
Hanebeck peilt für das aktuelle Geschäftsjahr nun einen deutlich statt moderat wachsenden Umsatz an. Dies entspreche einem Plus von ungefähr zehn Prozent. Die Segmentergebnis-Marge werde voraussichtlich bei etwa 20 Prozent statt im hohen Zehner-Prozentbereich liegen. "Der KI-Boom weitet sich aus und unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sind äußerst gefragt", fügte der Manager hinzu. "Der Ausbau der Energieinfrastruktur gewinnt an Fahrt und ist ein zunehmender Wachstumstreiber für unser Industriegeschäft."
Die Nachfrage aus der Automobilindustrie ziehe ebenfalls an, sagte Hanebeck weiter. "Kunden beginnen, ihre niedrigen Lagerbestände wieder aufzufüllen." Der französisch-italienische Wettbewerber STMicro hatte sich vergangene Woche ähnlich geäußert. Im vergangenen Jahr hatten sich Fahrzeughersteller mit Bestellungen zurückgehalten und stattdessen auf ihre Reserven zurückgegriffen. Diese schrumpften dadurch auf ein unterdurchschnittliches Niveau. Ein Wermutstropfen sei der weiterhin schwächelnde Absatz von Chips für Elektroautos, betonte Hanebeck.
Die Prognosen für das wachstumsstarke Geschäft mit Leistungshalbleitern für Rechenzentren veränderte Infineon nicht. Der Münchner Konzern erwartet für 2025/2026 eine Verdoppelung des Umsatzes auf 1,5 Milliarden Euro. Im darauffolgenden Geschäftsjahr würden sich die Einnahmen voraussichtlich auf 2,5 Milliarden Euro erhöhen. In Österreich betreibt Infineon ein Werk in Villach.