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Dies war der größte Kurssturz seit Sommer 2024, als der einst weltgrößte Halbleiter-Hersteller eine existenzielle Krise durchmachte. Im Sog von Intel rutschten die Titel von Konkurrenten wie AMD, Nvidia oder Qualcomm um bis zu sechs Prozent ab.
Das wichtige Werk Kirjat Gat stehe seit der Explosion vor zwei Wochen still, erläuterte Intel-Finanzchef David Zinsner in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dies dürfte den Konzerngewinn pro Quartal um etwa 300 Millionen Dollar schmälern. Die genaue Höhe des finanziellen Schadens lasse sich aber noch nicht beziffern, da unklar sei, ob und wie viele der dort vorhandenen Siliziumwafer noch für die Chip-Produktion genutzt werden könnten.
Bei dem Vorfall wurden zwei Personen getötet und eine weitere schwer verletzt. In der Fabrik werden Prozessoren für Rechenzentren hergestellt. "Ich bin enttäuscht, dass wir die starke Nachfrage in diesem Quartal nicht befriedigen können", sagte Konzernchef Lip-Bu Tan in einer Telefonkonferenz. Traditionelle Zentralprozessoren für Server erleben gerade eine Renaissance. Sie werden für den Betrieb bereits trainierter KI-Modelle sowie für den Einsatz sogenannter KI-Agenten benötigt. Letztere sind Programme, die komplexe Aufgaben weitgehend eigenständig erledigen.
Im PC-Geschäft halten sich die Kunden dagegen mit Bestellungen zurück. Die Nachfrage dürfte im laufenden Quartal um etwa 25 Prozent zurückgehen, prognostizierte Zinsner. Eine Erholung sei frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027 zu erwarten. In den vergangenen drei Monaten schrumpfte der Umsatz dieser Sparte um fünf Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar. Weltweit schieben Unternehmen und Verbraucher den Kauf neuer Rechner auf, weil explodierende Kosten für Komponenten wie Speicherchips die Preise in die Höhe treiben.
Trotz mehrerer Belastungsfaktoren steigerte Intel die Konzernerlöse wie erwartet um 21 Prozent auf 16,51 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 0,52 Dollar sogar die Markterwartungen.