OPEC-Länder wollen Produktion hinauffahren - Insider

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Um sich für eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormuz zu wappnen
 © AFP, JOE KLAMAR, Apa
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Die Öl-Allianz OPEC+ will Insidern zufolge bei einem Treffen am Sonntag eine Erhöhung ihrer Förderquoten beschließen und sich so für eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormuz wappnen. Acht Mitglieder des Kartells würden über eine solche Anhebung beraten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

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Die Maßnahme hätte zunächst kaum Auswirkungen auf das Angebot, da die wichtige Straße von Hormuz durch den Iran-Krieg gesperrt ist. Sie würde aber die Bereitschaft signalisieren, die Förderung hinaufzufahren, sobald die wichtigste Ölroute der Welt wieder passierbar ist. "Wir müssen reagieren, zumindest auf dem Papier", sagte einer der Insider.

Der Krieg hat zur größten Unterbrechung der Ölversorgung aller Zeiten geführt. Die führenden OPEC-Produzenten Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate mussten ihre Produktion drosseln. Über die Straße von Hormuz werden mehr als 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls transportiert. Der Preis für die Rohölsorte Brent ist auf ein Vier-Jahres-Hoch von fast 120 Dollar (103,40 Euro) je Fass gestiegen. Zudem wird die russische Produktion durch ukrainische Drohnenangriffe beeinträchtigt. "Der Markt braucht jetzt jedes Fass, das produziert werden kann", sagte ein weiterer Insider. Bei ihrem letzten Treffen am 1. März hatte die OPEC+ die Förderung für April nur geringfügig um 206.000 Fass pro Tag angehoben.

Die übrigen vier Länder der Gruppe - Russland, Kasachstan, Algerien und Oman - sind von der Schließung der Meerenge nicht betroffen. Sie verfügen auch nur über begrenzte Kapazitäten zur Produktionssteigerung. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate nutzen bereits Exportrouten, die die Meerenge umgehen. Die saudischen Ölexporte über den Hafen Yanbu am Roten Meer sind auf fast 4,6 Millionen Fass pro Tag gestiegen und damit nahe an der Kapazitätsgrenze. Die Emirate exportieren weiterhin über Fujairah, das außerhalb der Straße von Hormuz liegt.

VIENNA - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/AFP/JOE KLAMAR

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