OECD hebt Prognose für Weltwirtschaft leicht an

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OECD erwartet ein Wachstum von 2,9 Prozent
 © AFP, JOEL SAGET, Apa
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Die Weltwirtschaft hält den Belastungen durch den Krieg im Nahen Osten besser stand als noch vor wenigen Monaten erwartet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat deshalb ihre Wachstumsprognose für 2026 leicht angehoben. Gleichzeitig warnt die Organisation vor großen Risiken durch den Konflikt, hohe Energiepreise und einen starken El Niño.

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Für heuer erwartet die OECD nunmehr ein weltweites Wachstum von 2,9 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als bei der Prognose vom Juni. Gegenüber dem Wachstum von 3,4 Prozent im vergangenen Jahr verliert die Weltwirtschaft allerdings an Schwung.

"Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich verlangsamt, ist aber widerstandsfähig geblieben", hält die OECD in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht fest. Gestützt werde die Konjunktur unter anderem durch staatliche Hilfen gegen die hohen Energiepreise, große Ölvorräte und zusätzliche Lieferungen aus Ländern außerhalb der Golfregion. Auch die weiterhin hohen Investitionen rund um künstliche Intelligenz sorgten für Impulse.

Für 2027 erwartet die OECD ein Wachstum von 3,0 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als bisher angenommen. Dabei geht sie davon aus, dass sich die Energiepreise allmählich entspannen und die Inflation zurückgeht.

Der Ausblick sei allerdings mit großer Unsicherheit behaftet. Entscheidend sei insbesondere die weitere Entwicklung des Krieges gegen den Iran. Die Blockade der für Öl- und Gastransporte wichtigen Straße von Hormuz belastet die Energieversorgung. Hinzu kommen Unsicherheiten durch US-Zölle und hohe Finanzierungskosten vieler Staaten.

Auch die Geldpolitik bleibt ein Risikofaktor. Sollten sich die Preisschübe verbreitern, könnten weitere Zinserhöhungen notwendig werden. Höhere Zinsen bekämpfen zwar die Inflation, bremsen aber zugleich Konsum und Investitionen.

Für den Euroraum ist die OECD etwas optimistischer geworden. Sie erwartet 2026 ein Wachstum von 1,0 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte mehr als im Juni. Besonders deutlich wurde die Prognose für Deutschland angehoben: Die größte Volkswirtschaft Europas soll um 1,1 Prozent wachsen, 0,4 Punkte mehr als bisher erwartet.

Schlechter sieht es für Frankreich aus. Dort senkte die OECD ihre Prognose um 0,3 Punkte auf lediglich 0,4 Prozent. Die hohen Staatsschulden und Finanzierungskosten belasten. Für die USA werden 2026 ein Wachstum von 2,2 Prozent und für China 4,5 Prozent erwartet.

Ein zusätzliches Risiko sieht die OECD beim Wetter. Der starke El Niño dürfte gegen Jahresende seinen Höhepunkt erreichen und könnte bis 2027 nachwirken. Ernteausfälle könnten die Lebensmittelpreise erneut nach oben treiben. Auch bei der künstlichen Intelligenz (KI) gibt es ein Risiko: Sollten sich die hohen Investitionen nicht wie erhofft auszahlen, könnte dies das Wirtschaftswachstum zusätzlich bremsen.

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