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Seit der Eröffnung wurde die Abfertigung von 57 Airlines an das neue Terminal verlegt. In vier Wellen mussten die Gesellschaften von anderen Teilen des Flughafens in das Terminal im Süden umziehen, das alleine mehr Kapazität anbietet als der gesamte Hamburger Flughafen. Die nächste Herausforderung steht im April 2027 an, wenn die zweitgrößte deutsche Airline Condor ihren Betrieb vollständig in das Terminal 3 verlegt.
Der einstige Ferienflieger betreibt ähnlich wie die weit größere Lufthansa in Frankfurt ein Drehkreuz, füllt also Langstreckenjets mit Zubringerflügen aus ganz Europa. Dazu braucht es kurze Umsteigezeiten mit zuverlässigen Gepäck- und Passagierprozessen. "Wir kämpfen um jede Minute", sagte Focke auch über die Abfertigungsprozesse am übrigen Flughafen, der im laufenden Jahr erneut von rund 63 Millionen Passagieren genutzt werden wird.
Der zusätzliche Platz habe den gesamten Betrieb auch im Norden spürbar entlastet, berichtete der Vorstand. Flugzeuge müssten deutlich seltener geschleppt und umgeparkt werden als zuvor. Passagiere müssen nicht mehr so häufig lange Busfahrten absolvieren. Mit einer Pünktlichkeit von 73,4 Prozent im Sommer sei man deutlich über dem Niveau aus dem Vorjahr und endlich wieder in der Spitzengruppe der europäischen Drehkreuzflughäfen.
Die Fluggesellschaft Condor und die Kabinengewerkschaft UFO haben sich unterdessen auf einen neuen Manteltarifvertrag für das Kabinenpersonal geeinigt. Die Vereinbarung trete zum 1. Jänner 2027 in Kraft, teilte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am Freitag mit. Das neue Tarifwerk sehe mehr freie Tage, eine bessere Planbarkeit der Dienste sowie einen stärkeren Schutz der Freizeit vor. Zudem modernisiere die Neuregelung die Bereitschaftsdienste.