
von
Diese Neuordnung könne die Grundlage für eine formelle Reorganisation des Konzerns legen, hieß es in dem Bericht weiter. Bisher ist Nestlé nach Regionen sowie in sechs intern als "strategische Geschäftseinheiten" bezeichnete Kategorien gegliedert. Unabhängig von den nun bekanntgewordenen Umbauplänen hatte der Schweizer Hersteller von KitKat-Schokoriegeln und Nespresso-Kaffee bereits im Oktober angekündigt, rund 16.000 Stellen - etwa 5,8 Prozent der Belegschaft - streichen und 3 Mrd. Franken (3,3 Mrd. Euro) bis Ende 2027 sparen zu wollen.
Navratil war Anfang September auf den Schild gehoben worden, nachdem Konzernchef Laurent Freixe wegen einer verheimlichten romantischen Beziehung zu einer ihm direkt unterstellten Mitarbeiterin entlassen worden war. Der lange Zeit für seine Stabilität und Berechenbarkeit bekannte Konzern wechselte kurz darauf auch noch seinen Verwaltungsratspräsidenten aus.
Nestlé hatte zuletzt angesichts einer weltweiten Konjunkturabschwächung zu kämpfen, die Konsumentinnen und Konsumenten vermehrt zu billigeren Alternativen greifen ließ. Navratil will die Ausrichtung des Unternehmens schärfen. Dies könnte dazu führen, dass Teile des Konzernimperiums, das von Vitaminen über Tierfutter bis hin zu Süßwaren und Wasser in Flaschen reicht, auf den Prüfstand gestellt werden.