Nahost-Krieg treibt Inflation in Euro-Zone deutlich

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Inflation setzt EZB unter Druck
 © AFP, KIRILL KUDRYAVTSEV, Apa
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Die Preise im Euroraum sind mit Beginn des Nahost-Kriegs massiv gestiegen und nähren neue Inflationssorgen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Experten hatten mit 2,6 Prozent gerechnet, nach 1,9 Prozent im Februar.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum gilt. Damit steigt der Druck auf die EZB, bei ihrer nächsten Sitzung Ende April über eine Erhöhung des Leitzinses nachzudenken, um gegen eine steigende Inflation vorzugehen.

Der Iran-Krieg sorgt seit Ende Februar für deutlich höhere Ölpreise. Dies wird die Energie für Firmen und Verbraucher spürbar verteuern und für Zweitrundeneffekte sorgen, welche wiederum die Inflation allein in Deutschland in Richtung drei Prozent hochtreiben dürften. Bereits im März kletterte die deutsche Inflationsrate auf 2,7 Prozent - das ist der höchste Wert seit Anfang 2024.

EZB-Chefin Christine Lagarde und andere Notenbanker der EZB haben zuletzt bekräftigt, dass sie vorerst die Folgen des Iran-Kriegs abwarten wollen. Die Währungshüter haben zugleich deutlich gemacht, dass sie notfalls handeln und gegensteuern würden. Seit Mitte 2025 steht der Leitzins unverändert bei 2,00 Prozent.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

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