
von
Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden. G-III werde die Marke weltweit erwerben und verwalten, während WHP die Lizenzvergabe übernehme, hieß es in der Mitteilung.
Gründer Marc Jacobs, der das Label 1984 ins Leben rief, wird nach Abschluss der Transaktion als Kreativchef an Bord bleiben. LVMH hatte 1997 die Mehrheit an der Marke erworben und Jacobs im selben Jahr zum Kreativdirektor von Louis Vuitton ernannt. Aus einer Pflichtmitteilung geht hervor, dass G-III und WHP jeweils bis zu 425 Mio. Dollar zur Finanzierung der Übernahme beisteuern werden. Zu G-III gehören Marken wie Karl Lagerfeld und DKNY. Die Markenrechte an Marc Jacobs sollen zu gleichen Teilen bei den Käufern liegen.
Iran-Krieg drückt Konzernumsatz
Der Verkauf passt zum Bestreben von LVMH, sich in einem schwierigen Marktumfeld auf die Profitabilität zu konzentrieren. Der Luxussektor leidet derzeit unter den Folgen des Konflikts im Nahen Osten, der den Reiseverkehr beeinträchtigt und die Konsumlaune dämpft. LVMH hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, dass der Krieg im Iran den Konzernumsatz im jüngsten Quartal um mindestens ein Prozent gedrückt habe.
Die Transaktion stehe für einen übergeordneten Trend in der Branche, erläuterte Lieferkettenberater Brittain Ladd. Große Konglomerate stießen Randbereiche ab, während spezialisierte Markenverwalter als Käufer für Designernamen aufträten. "Dies unterstreicht eine neue Strategie, bei der es darum geht, die Markenrechte zu sichern, Lizenzen offensiv zu vergeben und die Strukturen schlank zu halten", sagte Ladd. Eine ähnliche Transaktion war zum Beispiel der Verkauf von Reebok durch Adidas im Jahr 2021 an die Authentic Brands Group.
PARIS - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/MARTIN BUREAU