Stimmungseinbruch im deutschen Wohnungsbau

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Fragile Lieferketten und steigende Finanzierungskosten belasten
 © HARALD SCHNEIDER, Apa
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Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im April massiv verschlechtert. Das entsprechende Barometer für das Geschäftsklima fiel von minus 19,3 Punkten im Vormonat auf minus 28,4 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit vier Jahren, als der russische Einmarsch in die Ukraine belastete. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen trübten sich deutlich ein, aber auch die laufenden Geschäfte wurden schlechter beurteilt.

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"Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Mit fragilen Lieferketten und steigenden Finanzierungskosten kommen mehrere Risiken gleichzeitig auf den Bau zu."

Einschränkungen bei Materialversorgung

Die Sorgen über mögliche Probleme bei der Versorgung mit wichtigen Vorprodukten nehmen den Angaben nach wieder zu. Im April berichteten 9,2 Prozent der Unternehmen von Einschränkungen bei der Materialversorgung. Zuvor hatte der Wert über zwei Jahre lang nur bei rund einem Prozent gelegen. Betroffen sind insbesondere Grundstoffe. "Im laufenden Geschäft ist die Situation noch unverändert", sagte Wohlrabe. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, blieb mit 43,8 Prozent nahezu unverändert. Die Stornierungsquote blieb ebenfalls stabil bei 10,8 Prozent.

Zuletzt hatte der deutsche Wohnungsbau deutlich mehr Baugenehmigungen erhalten. Die Zahl stieg im Februar um 24,1 Prozent zum Vorjahresmonat auf 22.200 Wohnungen. Der krisengeplagte Wohnungsbau hatte 2025 die Trendwende geschafft: Nach drei Minus-Jahren in Folge stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals wieder. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den drei Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt. Mit dem Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieg könnte Bauen jedoch wieder teurer werden: Denn die im Zuge des Konflikts gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise gelten als Kostentreiber. Auch die Bauzinsen könnten dieses Jahr weiter steigen.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER

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