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Laut US-Präsident Donald Trump sind die Verhandlungen mit dem Iran in der "Endphase". Dies schürte an den Märkten die Hoffnung, dass die für die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormuz bald wieder befahrbar sein könnte.
In Tokio legte der japanische Leitindex Nikkei 225 um 3,1 Prozent zu auf 61.684 Zähler. Die Titel von Softbank machten einen kräftigen Sprung um rund ein Fünftel, nachdem bekannt wurde, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI den Gang an die Börse vorbereitet. Softbank ist einer der größten Anteilseigner von OpenAI. Zudem sind Japans Exporte im April angetrieben von einer anhaltend starken Nachfrage aus China und Europa erneut kräftig gestiegen.
In Seoul rückte der Leitindex Kospi kräftig um 8,4 Prozent vor, gestützt vom Schwergewicht Samsung. Der Technologieriese hat mit den Gewerkschaften im Streit um Löhne eine vorläufige Einigung erzielt und damit einen drohenden Streik abgewendet. Die Aktie gewann 8,3 Prozent. Die Papiere des Chipherstellers SK Hynix stiegen um 11,3 Prozent, angetrieben von den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Nvidia.
Die asiatischen Technologiemärkte erlebten heute dank der guten Nvidia-Zahlen eine deutliche Erholungswelle, so Hebe Chen, Analystin von Vantage Global Prime. Die nachlassenden geopolitischen Spannungen stützten zudem den Risikoappetit, nachdem er durch steigende Anleiherenditen und anhaltende makroökonomische Unsicherheit zuvor gedämpft worden sei.
Die Börsen in China gaben hingegen nach. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen schloss 1,39 Prozent niedriger bei 4.783 Punkte. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte 1,03 Prozent ein auf 25.387 Punkte.
Der australische S&P ASX 200 schloss indessen 1,5 Prozent fester bei 8.622 Punkten.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL