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Der Euro-Stoxx-50 gewann 2,13 Prozent auf 5.976,07 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 1,38 Prozent fester bei 24.737,24 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,99 Prozent auf 10.432,34 Einheiten.
Neben der Lage im Nahost-Konflikt richten sich die Blicke der Anleger nun auch auf Nvidia. Der Halbleiter- und KI-Riese wird am Abend nach US-Handelsschluss Quartalszahlen vorlegen, die am Markt mit Spannung erwartet werden.
"Wenn Nvidia enttäuscht, könnte es ungemütlich werden", sagte Marktexperte Maximilian Wienke vom Broker Etoro. Nvidia sei längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms. Ein Rekordhoch der Aktien in der Vorwoche lässt darauf schließen, dass die Erwartungen wie immer hoch sind.
Im Iran-Krieg bleibt die Lage indessen angespannt. Zwar signalisierte Trump Fortschritte in den Verhandlungen, die sich in der "finalen Phase" befänden, sollten es jedoch keinen Deal geben, würden die USA "einige unschöne Dinge tun", zitierte Reuters den US-Präsidenten. Inzwischen haben nach iranischen Angaben in den vergangenen 24 Stunden 26 Schiffe die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz passiert. Eine dauerhafte und vollständige Öffnung der Straße von Hormuz ist aber weiter nicht in Sicht.
An der Spitze bei den europäischen Sektoren lagen Freizeit- und Reisewerte, gefolgt von Technologieaktien. Für die Papiere des Chipausrüsters ASML ging es um 6,7 Prozent nach oben, STMicroelectronics rückten sechs Prozent vor. Gefragt waren auch Rohstoffwerte. Der Sektor erholte sich damit etwas von den jüngsten Verlusten.
Am stärksten gemieden wurden Medientitel. Hier büßten Universal Music Group (UMG) und Wolters Kluwer jeweils um rund dreieinhalb Prozent ein.
Die Aktien von Delivery Hero haben ihre Gewinnserie mit plus 2,5 Prozent mittlerweile auf acht Tage ausgebaut. In diesem Zeitraum kletterten sie inzwischen um 63 Prozent auf das höchste Niveau seit Ende 2024. Analystin Monique Pollard von der Citigroup führte die Rally auf die jüngsten Presseberichte zurück, wonach der Verkaufsprozess für das Korea-Geschäft Baemin des Essenslieferanten begonnen habe. Zusätzlich gestützt habe die Anteilsaufstockung durch Uber.
Unter den Einzelwerten stiegen zudem CSG kräftig um 8,7 Prozent. Der tschechische Rüstungskonzern hatte Zahlen für das erste Quartal vorgelegt.