Leitbörsen in Asien schließen erholt, Kospi stark

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Anleiherenditen weiter im Fokus
 © AFP, GREG BAKER, Apa
©AFP, GREG BAKER, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum haben sich nach den teilweise kräftigen Vortagesabgaben am Donnerstag erholt. Vergleichsweise deutlich ging es an den technologiewertelastigeren Märkten, die am Mittwoch besonders stark unter Druck geraten waren, nach oben. Sie reagierten damit auf die positiven Vorgaben aus den USA.

von

Dort hatte der Aktienmarkt von sinkenden Anleiherenditen profitiert, nachdem das Finanzministerium eine Erhöhung von Anleiherückkäufen im langlaufenden Bereich angekündigt hatte. Zuvor waren die Anleiherenditen stark gestiegen, was Aktienanleger teils nervös gemacht hatte.

Marktteilnehmer äußerten sich allerdings skeptisch. "Die Lage an den Rentenmärkten beruhigte sich erst einmal, die 30-jährigen Renditen fielen um neun Basispunkte zurück", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg. "An den längerfristigen strukturellen Trends ändert dies wenig: Das Angebot an Staatsanleihen erhöht sich, weil die USA ihre Verschuldung ausweiten - hierzu hatte das US-Finanzministerium erst gestern bekanntgegeben, dass die gesamten US-Schulden erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten haben."

Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, geht nur von einem Strohfeuer aus. "Die Vorzeichen für steigende Renditen sind unverändert intakt - der Iran-Krieg bleibt ungelöst, die Staatsschulden wachsen weiter", so Stanzl. "So bleibt für die Märkte nur ein Aufatmen - mit Fragezeichen." Das gelte um so mehr, als die Anleihekäufe aus einem defizitären US-Haushaltsbudget finanziert würden.

Vor diesem Hintergrund setzten sich die starken Kursschwankungen in Südkorea fort. Nach Verlusten von knapp sechs Prozent am Vortag stieg der Leitindex Kospi nun um 5,9 Prozent.

Vergleichsweise stark präsentierten sich auch japanische Aktien. Der Nikkei-225 kletterte nach dem merklichen Abschlag am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 66.216,79 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf gesunkene Renditen der japanischen Staatsanleihen.

Verhaltener war die Entwicklung in China. Während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong um 1,3 Prozent stieg, gewann der Shanghai Composite 0,2 Prozent.

Leichte Gewinne gab es in Australien. Der Leitindex ASX All Ordinaries zog um 0,47 Prozent auf 9.298,50 Punkte an. Auch hier waren die Anleiherenditen gesunken.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages