KMU-Optimismus trotz kritischen Blicks auf Standort

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 © FOTOKERSCHI.AT, WERNER KERSCHBAUM, Apa
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Trotz der vielen Krisen und Unsicherheiten in der Gesamtwirtschaft sowie eines kritischen Blicks auf den Standort Österreich schauen 65 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Österreich optimistisch auf die nächsten Jahre. Zudem planen 57 Prozent trotz des schwierigen Umfelds - das gut die Hälfte hierzulande als schlechter als in anderen EU-Ländern bewertet - Investitionen. Das besagt eine von der Erste Bank und Sparkassen bei IMAS beauftragte Studie.

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Mit rund 604.000 Unternehmen, 2,46 Millionen Beschäftigten und 56 Prozent der heimischen Wertschöpfung bilden KMU das Fundament der österreichischen Wirtschaft, betonten die Banken am Dienstag in einer Aussendung. "Die vergangenen Jahre haben Unternehmen enorm gefordert. Umso bemerkenswerter ist es, dass zwei Drittel der heimischen KMU weiterhin optimistisch bleiben", so Gerda Holzinger-Burgstaller, Chefin der Erste Bank Österreich. Die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer vertrauten auf ihre Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und die Stärke ihrer Betriebe.

Freilich ist die Lage grundlegend schwierig, die telefonische Befragung von 900 KMU wurde auch durchgeführt, bevor der Iran-Krieg so richtig los ging. Mehr als die Hälfte der Betriebe beurteilt ihr Marktumfeld als schwieriger als noch vor zwei bis drei Jahren. Besonders belastend sind aus Sicht der Unternehmen regulatorische Anforderungen und Bürokratie, steigende Energiepreise, höhere Personal- und Lohnkosten sowie wirtschaftliche und politische Unsicherheiten. Auch der Arbeitskräftemangel bleibt für viele Betriebe ein zentrales Thema.

Kritisch fällt auch die Bewertung des Standorts Österreich aus. 55 Prozent der KMU beurteilen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zu anderen EU-Ländern als schlechter. Gleichzeitig empfinden 74 Prozent das Ausmaß staatlicher Regulierung als zu hoch.

LINZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM

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