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Der Umsatz des Unternehmens mit rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sank 2025/26 wie schon bekanntgegeben von 530,3 auf 430,6 Mio. Euro. Man habe den Wegfall von zwei großen Betriebsprojekten "vor dem Hintergrund des unerwartet schwachen Mautmarktes umsatzseitig nicht aufholen können", erklärte der börsennotierte Mautsystemanbieter in einer Aussendung. Es sei außerdem zu kundenverursachten Verzögerungen bei Projektstarts und -abwicklungen gekommen und man habe nicht alle erwarteten Projekte gewinnen können.
Per Ende März 2026 betrug die Eigenkapitalquote von Kapsch TrafficCom knapp 18 Prozent. Durch den Rückgang des Eigenkapitals um 18 Mio. Euro erhöhte sich der Verschuldungsgrad auf 167 Prozent, Ende März 2025 waren es noch 118 Prozent. Die Nettoverschuldung lag Ende März mit 113 Mio. über dem Vorjahreswert von 101 Mio. Euro.
Anfang Juli konnte Kapsch TrafficCom mit den finanzierenden Banken und den Schuldscheingläubigern ein sogenanntes "Standstill Agreement" fixieren, wodurch die fälligen und fällig werdenden Forderungen aus den Finanzierungsverträgen (Tilgungen) gestundet wurden. In weiterer Folge wurde wie bereits berichtet am 26. Juli eine verbindliche Punktation als Basis für eine umfassende Restrukturierungsvereinbarung mit Laufzeit bis zum 31. März 2028 vereinbart. Am 27. Juli bestellte der Aufsichtsrat Ex-Rosenbauer-Manager Markus Richter als Kapsch TrafficCom-Finanzvorstand, der die Umsetzung des Restrukturierungsprozesses begleiten soll. Der Abschluss einer finalen Restrukturierungsvereinbarung sei bis Mitte September zu erwarten, so der Mautsystemanbieter.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 rechnet Kapsch TrafficCom mit einem "unverändert herausfordernden Marktumfeld". Das Management erwartet, dass Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) "über den Vorjahreswerten liegen werden". Die Kapsch TrafficCom-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund ein Drittel ihres Wertes verloren. Die Marktkapitalisierung (Börsenwert) lag zuletzt bei 68,5 Mio. Euro.