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Japan hat im Juni erstmals seit 17 Monaten ein Leistungsbilanzdefizit verzeichnet. Das Minus lag bei 92,3 Milliarden Yen (505,37 Mio. Euro), wie das japanische Finanzministerium am Montag mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem Überschuss von 1,51 Billionen Yen gerechnet, nach einem Plus von 1,28 Billionen Yen im Vorjahresmonat.
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Der Nettoüberschuss bei den Primäreinkommen aus Wertpapieren und Direktinvestitionen, normalerweise der größte Treiber des japanischen Leistungsbilanzüberschusses, schrumpfte um 74 Prozent auf 380 Milliarden Yen.
Der Grund dafür waren höhere Dividendenzahlungen japanischer Unternehmen an ausländische Investoren. Zudem sorgten gestiegene Kosten für Ölimporte für ein Handelsbilanzdefizit, das die Leistungsbilanz zusätzlich ins Minus drückte. Im ersten Halbjahr stieg der Leistungsbilanzüberschuss Japans jedoch um 22,5 Prozent auf den Rekordwert von 17,4 Billionen Yen. Getrieben wurde diese Entwicklung von einem Handelsüberschuss dank starker Exporte von Halbleitern für KI-Rechenzentren.