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Zudem kaufte der Konzern erstmals seit 14 Quartalen mehr Aktien, als er verkaufte. Unter anderem stockte Berkshire seine Beteiligung an der Google-Muttergesellschaft Alphabet um zehn Milliarden Dollar auf. Der Bargeldbestand sank von einem Rekordwert von 380,2 Milliarden Dollar im Vorquartal auf 364,7 Milliarden Dollar.
Für Abel war es das zweite Quartal an der Spitze des Unternehmens. Er hat den Chefposten von der Investorenlegende Warren Buffett übernommen, der weiterhin Verwaltungsratschef ist. Investoren hatten mit Spannung erwartet, ob Abel bei der Kapitalverwaltung einen anderen Ansatz als Buffett verfolgen würde. Buffett hatte gegen Ende seiner 60-jährigen Amtszeit zunehmend Schwierigkeiten, die Barmittel gewinnbringend einzusetzen. Das Tempo der Aktienrückkäufe ist nun mit der Spitze unter Buffett zu Beginn des Jahrzehnts vergleichbar. "Langsam, schrittweise und dezent ist zu erkennen, wie sich Greg als neuer Chef etabliert", sagte Analystin Cathy Seifert von CFRA Research.
Der Nettogewinn hat sich auf 25,67 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Das Ergebnis des Vorjahreszeitraums war jedoch durch eine Abschreibung von 3,76 Milliarden Dollar auf die Beteiligung am Lebensmittelkonzern Kraft Heinz belastet worden. Zum operativen Gewinn trugen unter anderem höhere Erträge der Eisenbahngesellschaft BNSF sowie aus den Bereichen Fertigung, Dienstleistungen und Einzelhandel bei. Der Gewinn von BNSF stieg um sechs Prozent auf 1,56 Milliarden Dollar. Die Energiesparte Berkshire Hathaway Energy steigerte ihr Ergebnis um 27 Prozent auf 891 Millionen Dollar. Diese Zuwächse glichen die Schwäche der Autoversicherung Geico aus, deren versicherungstechnischer Gewinn vor Steuern um 45 Prozent einbrach.
Berkshire verwies auf eine "erhebliche Unsicherheit" durch makroökonomische und geopolitische Ereignisse wie Zölle und Kriege. Die Nachfrage in den Konsumgütersparten spiegele das schwankende Verbrauchervertrauen wider.
An der Börse hinkte Berkshire dem breiten Markt zuletzt hinterher: Seit Buffett im Mai 2025 ankündigte, dass Abel ihn zum Jahresende ablösen werde, blieb die A-Aktie um 40 Prozentpunkte hinter dem Leitindex S&P 500 zurück. Im laufenden Jahr 2026 legten die Papiere um drei Prozent zu, während der S&P 500 ein Plus von 13 Prozent verzeichnete.