Berlusconis MFE startet neue Streaming-Plattform

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MFE baut die bereits bestehende Struktur von Joyn aus
 © APA/APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT
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Der italienische Medienkonzern MFE-MediaForEurope, der von der Unternehmerfamilie Berlusconi kontrolliert wird, will seine Position im Streaming-Markt stärken und Plattformen wie Amazon und Netflix Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2027 soll eine neue Streaming-Plattform von MFE in sechs Ländern starten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die bereits bestehende Struktur von Joyn ausgebaut.

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In Italien und Spanien sollen die Angebote von Infinity weiterentwickelt werden, wie die Tageszeitung "La Repubblica" (Freitagsausgabe) berichtete. Ziel ist der Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur für die verschiedenen Streaming-Angebote. Dadurch sollen nach Unternehmensangaben Kosteneinsparungen von 35 bis 40 Prozent ermöglicht werden.

Die von der Familie des 2023 verstorbenen italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Gesellschaft MFE will ProSieben wieder auf das Kerngeschäft Fernsehen ausrichten und die Schulden des Konzerns senken. MFE hatte seinen Anteil an ProSieben seit 2019 ausgebaut und im vergangenen Jahr die Kontrolle über den bayerischen Konzern übernommen. Zu ProSiebenSat.1 gehören in Österreich Puls 4, Puls24, ATV und ATV2.

Ein Delisting von ProSiebenSat.1 an der Börse steht derzeit nicht zur Diskussion. Zwar halte MFE inzwischen mehr als 75 Prozent der Anteile an dem deutschen Medienunternehmen. Einen fremdfinanzierten Erwerb der restlichen Aktien (Leveraged Buyout) plane der Konzern jedoch kurzfristig nicht, teilte Konzernchef Pier Silvio Berlusconi mit.

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