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Ökonomen hatten für März mit dem nun erhobenen Wert gerechnet. Von Februar auf März zogen die Preise um 1,1 Prozent an.
"Die Inflationsdaten zeigen genau das an, was alle Autofahrer bereits gemerkt haben: Der Iran-Krieg treibt die Preise für Kraftstoffe und Heizöl", sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. So musste in Bayern 44,8 Prozent mehr für leichtes Heizöl bezahlt werden als im März 2025. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich um 19,7 Prozent. Zeitverzögert werde der Iran-Krieg auch die Preise anderer Güter nach oben treiben. "Gas wird teurer werden, Nahrungsmittelpreise können bei knappem Dünger im Zeitablauf anziehen, höhere Transportkosten werden auf viele Kategorien durchschlagen", sagte Schmieding.
In den kommenden Monaten könne die Inflationsrate daher eine Spitze von mehr als 3 Prozent erreichen. Sollte der Krieg weiter eskalieren, sei auch ein Gipfel von weit über 4 Prozent möglich.
Eine rasche Entspannung deutet sich auch einer Unternehmensumfrage nach nicht an, im Gegenteil: Deutlich mehr Firmen in Deutschland planen angesichts steigender Energiekosten durch den Iran-Krieg mit höheren Preisen. Das Barometer dazu stieg im März auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Im Februar hatte es noch bei 20,3 Zählern gelegen. "Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Die Unternehmen würden steigende Kosten zunehmend weitergeben. "Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen", sagte Wohlrabe.
Der seit mehr als vier Wochen andauernde Krieg der USA und Israel gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran hat die Straße von Hormus weitgehend geschlossen: Über die Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt für Knappheiten, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind. "Die Inflationsrate wird in den kommenden Monaten deutlich anziehen", befürchtet deshalb die Bundesbank. Sie dürfte "in nächster Zeit deutlich in Richtung drei Prozent ansteigen", so die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht.