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Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhten die Produktionskosten. Diese würden von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben. Nach den kräftigen Anstiegen der Preiserwartungen im März und April infolge des Iran-Kriegs bleibe das Niveau nach wie vor hoch.
Bei den Dienstleistern und im Handel haben die Preiserwartungen im Mai jeweils leicht nachgegeben. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Indikator gesunken. "Vor allem bei energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck nachgelassen", fanden die Ifo-Forscher heraus. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen seien die Erwartungen hingegen leicht gestiegen.
Der vor drei Monaten von den USA und Israel begonnene Iran-Krieg hat für einen Energiepreisschock gesorgt. Dadurch schnellte die Inflationsrate in Deutschland nach oben: Lag sie im Februar noch bei 1,9 Prozent, so erreichte sie im März bereits 2,7 Prozent und kletterte im April mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Für Mai rechnen die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen ebenfalls mit einer Teuerungsrate von 2,9 Prozent.
Einen weiteren Anstieg könnte der von der Bundesregierung eingeführte Tankrabatt verhindert haben. Dieser drückt der Bundesbank zufolge die Inflationsrate um etwa einen viertel Prozentpunkt. Das Statistische Bundesamt will am Nachmittag eine erste Schätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Mai bekanntgeben.