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Die neuen Investitionen ermöglichten es Anthropic, bei KI "an der Spitze der Forschung zu bleiben" und seinen Chatbot Claude "an mehr Orte zu bringen, an denen gearbeitet wird", erklärte Finanzvorstand Krishna Rao. Anders als der ChatGPT-Entwickler OpenAI hatte Anthropic von Anfang an auf KI für Unternehmenskunden gesetzt statt auf Privatnutzer.
OpenAI wurde zuletzt mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Die beiden Konkurrenten könnten in diesem Jahr an die Börse gehen. Bereits ab dem 12. Juni wird zudem der Börsengang des Raumfahrtkonzerns SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk erwartet. SpaceX könnte den Rekordwert von 1,75 Billionen Dollar erzielen, das wäre der größte Börsengang der Geschichte.
Im Februar war Anthropic nach einer neuen Finanzierung noch mit 380 Milliarden Dollar bewertet worden. An der jüngsten Runde nahm auch Amazon teil. Der Online-Händler hatte im April angekündigt, bis zu 25 Milliarden Dollar in Anthropic zu investieren, da sich das KI-Startup verpflichtet hat, in den nächsten 10 Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Amazons Cloud-Technologien auszugeben.
Anthropic steht derzeit in einem Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Dabei geht es um die uneingeschränkte militärische Nutzung der KI-Technologie, die Anthropic dem Pentagon verweigert hat. Der Konzern erklärte, er wolle KI nicht zur "Massenüberwachung im Inland" oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen lassen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin als "Sicherheitsrisiko in der Lieferkette" ein, wogegen das Unternehmen sich juristisch wehrt.