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Inflationsbereinigt (real) liegen alle drei Segmente im Minus: Eigentumswohnungen mit 2,1 Prozent, Einfamilienhäuser mit 0,7 Prozent und Mehrfamilienhäuser mit 5,9 Prozent. "Nominal steigen die Preise zwar weiter, doch der Auftrieb hat sichtbar an Schwung verloren", sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. Entscheidend sei der Blick auf die Kaufkraft. "Im Jahresvergleich liegen alle drei Marktsegmente real im Minus." Ein weiteres Anzeichen für eine Abkühlung sei die Entwicklung bei Inseraten. "Dazu passt, dass Angebotspreise in Inseraten wieder häufiger nach unten angepasst werden, was in der Vergangenheit ein zuverlässiger Indikator für eine nachlassende Preisdynamik war", erklärte Zdrzalek.
Regional zeigt sich ein uneinheitliches Bild. In den größten Städten reichte die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal von Zuwächsen in Düsseldorf (plus 1,2 Prozent) und Köln (plus 0,1 Prozent) bis zu Rückgängen in Frankfurt am Main (minus 0,6 Prozent) und Stuttgart (minus 1,6 Prozent). Auch außerhalb der größten Städte gab es keinen klaren Trend. So legten die Preise in Bonn um 2,8 Prozent und in Münster um 2,1 Prozent zu, während sie in Bochum um 0,5 Prozent nachgaben.
Die Zahl der Verkäufe entwickelte sich ebenfalls unterschiedlich. Im ersten Quartal wechselten den Daten zufolge 9,3 Prozent mehr Wohnungen den Besitzer als ein Jahr zuvor. Bei Ein- und Mehrfamilienhäusern blieb die Marktaktivität dagegen weitgehend unverändert. Die vorläufigen Daten für das zweite Quartal deuten den Angaben nach darauf hin, dass sich der Zuwachs bei den Verkäufen von Eigentumswohnungen fortsetzt, wenn auch merklich langsamer. Die Studie beruht auf notariell beglaubigten Transaktionsdaten.
GÄNSERNDORF - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER