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Beim zweitägigen Digitalgipfel der deutschen Bundesregierung kommen ab Montag Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um sich über Künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit und digitale Souveränität auszutauschen.
Der IKT-Sektor (Informations- und Kommunikationstechnologien) trägt laut Ifo nur 4,6 Prozent zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei. Damit liege der Anteil im unteren EU-Mittelfeld. Bei IKT-Dienstleistungen importierte Deutschland demnach 2025 Leistungen im Wert von elf Milliarden Dollar (9,85 Mrd. Euro) mehr, als es exportierte. "Kein anderes EU-Land ist im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie stärker vom Ausland abhängig als Deutschland", sagte Ifo-Forscher Christian Pfaffl.
Kaum Fortschritte gibt es nach der Ifo-Analyse im Auftrag der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern auch bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung – obwohl gerade sie mithilfe von KI und der umfangreich vorhandenen Verwaltungsdaten Bürgern und Unternehmen bessere Dienstleistungen anbieten könnte. So stecke Deutschland etwa bei dem Bereitstellen vorausgefüllter Formulare noch in der Experimentierphase, während dies in Nachbarländern wie den Niederlanden, Dänemark, Polen oder Österreich längst weitgehend umgesetzt sei, hieß es.
Ein weiteres Problem sehen die Ifo-Forschenden im Bildungsbereich: Bei Kompetenzen über dem Grundniveau liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. Rund 40 Prozent der Achtklässler erreichen nicht Stufe 2 der Computer- und Informationskompetenz. "KI-Anwendungen verbreiten sich rasant, aber zu vielen fehlt das Wissen, sie produktiv zu nutzen", erklärte Falck. Mangelnde Fachkompetenz sei der häufigste Grund, warum Unternehmen geplante KI-Projekte nicht umsetzten.