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"In der Industrie und im Handel werden weiterhin Stellen abgebaut", so Wohlrabe. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Situation demnach nur geringfügig verbessert: Die Industrieunternehmen planen mehrheitlich weiter mit weniger Personal. Einstellungen sind lediglich in der Nahrungsmittelindustrie sowie bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen vorgesehen.
Bei den Dienstleistern halten sich Einstellungs- und Abbaupläne in etwa die Waage. Zusätzliche Beschäftigte suchen Ingenieurbüros sowie Rechts- und Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfer. "Auch die Leiharbeitsfirmen schöpfen wieder etwas Hoffnung", betonte das Ifo-Institut. Im Handel überwiegen dagegen unverändert die Pläne zum Stellenabbau. Im Baugewerbe soll die Beschäftigtenzahl weitgehend konstant bleiben.
Die deutsche Wirtschaft hat dank steigender Exporte und staatlicher Investitionen wieder Tritt gefasst. Sie wuchs zuletzt drei Quartale in Folge. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben deshalb ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im laufenden Jahr von 0,6 auf 1,3 Prozent mehr als verdoppelt sowie für 2027 von 0,9 auf 1,1 Prozent angehoben. "Am Arbeitsmarkt kommt die Erholung verzögert an", schreiben die Institute in ihrer Gemeinschaftsdiagnose für die deutsche Bundesregierung. Die Erwerbstätigkeit sinke zunächst weiter, während die Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent im laufenden Jahr auf 6,2 Prozent im kommenden und 5,8 Prozent im Jahr 2028 zurückgehen solle.