Deutsche Exporteure optimistisch, Autoindustrie aber nicht

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Automobilindustrie rechnet mit sinkenden Exporten
 © DPA, Sina Schuldt, Apa
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Wegen der kriselnden Autoindustrie hat sich die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft im September eingetrübt. Das Barometer für die Exporterwartungen sank auf 8,0 Punkte, von 9,8 Punkten im August, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu seiner Umfrage mitteilte. Damit bleiben die Unternehmen jedoch mehrheitlich zuversichtlich.

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"Der Rückschlag ist vor allem auf die Automobilindustrie zurückzuführen", sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "In vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen weiterhin auf Exportwachstum."

Demnach musste die deutsche Automobilindustrie einen deutlichen Dämpfer hinnehmen: Nach den optimistischen Erwartungen im August rechnen die Hersteller nun wieder mit sinkenden Exporten. Der Branche machen vor allem die wachsende Konkurrenz aus China und der Trend zu Elektroautos zu schaffen. Österreichs Autozulieferindustrie ist stark von der deutschen Autoindustrie abhängig.

Der deutsche Branchenverband VDA lehnt in Europa Importzölle auf chinesische Autos mittlerweile nicht mehr generell ab. Die chinesischen Autobauer drängen mit Macht nach Europa, weil der eigene Markt schwächelt und es eine enorme Überproduktion gibt.

Deutlich aufgehellt haben sich in Deutschland dagegen die Aussichten im Maschinenbau. Auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen erwarten steigende Ausfuhren. Die Elektrobranche profitiert von Digitalisierung und dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Sie liefert etwa Ausrüstungen für Rechenzentren.

In der deutschen Getränkeindustrie sind die Exporterwartungen den Angaben zufolge besonders positiv. Mit sinkenden Ausfuhren rechnen weiterhin die Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie im Papiergewerbe.

Steigende Exporte haben mit dazu beigetragen, dass Europas größte Volkswirtschaft im ersten Halbjahr trotz des Iran-Kriegs spürbar gewachsen ist. Besonders die Nachfrage aus Europa legte zu. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben deshalb ihre Wachstumsprognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) heuer mehr als verdoppelt - von 0,6 auf 1,3 Prozent. Für 2027 werden 1,1 Prozent erwartet.

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