Hochtief will mit Rolls-Royce Mini-Atomreaktoren bauen

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Erste Projekte in Großbritannien und Tschechien realisiert
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Deutschlands größter Baukonzern Hochtief will zusammen mit dem Ingenieur-Dienstleister Amentum kleine Atomreaktoren (SMR) für den britischen Industriekonzern Rolls-Royce errichten. Die Zusammenarbeit sei für Hochtief ein wichtiger Meilenstein, um die Führungsrolle im Kernenergiesektor weiter auszubauen, teilten die Essener mit.

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Zusammen mit Amentum werde Hochtief das Baumanagement von Rolls-Royce SMR-Projekten im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union unterstützen. Die ersten Projekte würden in Großbritannien und Tschechien realisiert.

Die Small Modular Reactors (SMR) sollen in Fabriken vormontiert und daher schneller und günstiger gebaut werden als herkömmliche Atomkraftwerke. Großbritannien will bei der Entwicklung der SMR eng mit den USA zusammenarbeiten. Die Entwicklung wird auch durch den enormen Strombedarf von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) vorangetrieben. KI-Konzerne wie die Alphabet-Tochter Google suchen dringend nach zusätzlichen, CO2-freien Stromquellen und wenden sich daher der Atomenergie zu. Die Technologie ist jedoch umstritten. Kritiker bemängeln, die Kosten seien im Vergleich zum Nutzen zu hoch. Zudem bleiben bekannte Probleme wie der Umgang mit dem radioaktiven Abfall und dessen Entsorgung. An dem Rolls-Royce-Programm ist auch Siemens Energy beteiligt.

"Das Rolls-Royce SMR-Programm ist ein Meilenstein für die globale Energiewende und ein prägender Moment für Hochtief", sagte Hochtief-Chef Juan Santamaría. Es sei auch Ziel des spanischen Hochtief-Mutterkonzerns ACS, die Präsenz in der nuklearen Wertschöpfungskette und in der Energieinfrastruktur zu erweitern.

Hochtief, eine ehemalige Tochter des Energieriesen RWE, ist schon lange im Nuklearbereich aktiv. Der Konzern hatte allein in der Deutschland 13 Atomkraftwerke errichtet - und ist nun auch an ihrem Rückbau beteiligt, etwa im hessischen Biblis. Hochtief baut aber auch neue Atommeiler - etwa im tschechischen Temelin.

ESSEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/PATRIK STOLLARZ

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