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Das ist der höchste Wert seit März 2025, liegt jedoch unter den Erwartungen von Ökonomen, die in einer Reuters-Umfrage ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert hatten. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 0,1 Prozent gelegen. Maßgeblich für den jüngsten Anstieg waren Erdölprodukte, die sich binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent verteuerten. Zudem zogen die Preise für Flugtickets und Pauschalreisen an, wie die Statistiker weiter mitteilten. Günstiger wurden für Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen Übernachtungen in der Hotellerie und Parahotellerie ebenso wie Automieten und Carsharing. Zudem zeigte sich eine unterschiedliche Preisentwicklung je nach Herkunft der Waren: Während sich im Inland hergestellte Güter seit letztem Jahr um 0,5 Prozent verteuerten, verbilligten sich Importgüter um 0,3 Prozent.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lehnte eine Stellungnahme zu den Daten ab. Die Jahresteuerung in der Schweiz blieb deutlich unter der für die Eurozone erwarteten Rate von 2,5 Prozent. Experten gehen daher nicht davon aus, dass die SNB die Zinsen im Kampf gegen die Preissteigerungen unmittelbar anheben wird. An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank den Leitzins auf ihrer nächsten Sitzung im Juni von derzeit null Prozent anhebt, aktuell auf 21 Prozent beziffert.
EFG-Bank-Ökonom GianLuigi Mandruzzato sagte, der moderate Anstieg zeige, dass die Schweiz vom Energiepreisschock vergleichsweise wenig betroffen sei. "Die SNB wird auf Anzeichen von Zweitrundeneffekten achten, doch vorerst gibt es wenig Grund, auf den Schock zu reagieren, auch angesichts der hohen Unsicherheit darüber, wie sich die Krise weiterentwickeln wird", sagte er. "Das Inflationsgespenst scheint die Schweiz zu meiden", erklärte Brian Mandt, Volkswirt der Luzerner Kantonalbank. "Die SNB ist also noch in einer komfortablen Position. Wir gehen zwar davon aus, dass die Inflationsrate in den nächsten Monaten weiter steigen wird. Allerdings sollte es sich um einen temporären Anstieg handeln."
GENEVA - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI