Amazon will Satellitenfirma Globalstar kaufen

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Amazon will durch Übernahme zum Rivalen Starlink aufschließen
 © Belga, JONAS ROOSENS, Apa
©Belga, JONAS ROOSENS, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Beim Aufbau eines eigenen Satelliten-Kommunikationsnetzwerks will Amazon offenbar durch eine milliardenschwere Übernahme zum Rivalen Starlink aufschließen. Der Online-Händler wolle den Satellitenbetreiber Globalstar übernehmen, schrieb die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Die Verhandlungen seien jedoch komplex, unter anderem weil der Elektronikkonzern Apple 20 Prozent an dem Unternehmen halte.

von

Amazon wollte sich dazu nicht äußern. Globalstar war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Aktien des Satellitenbetreibers stiegen indes im vorbörslichen Handel an der Wall Street um knapp zwölf Prozent auf ein 18-Jahres-Hoch von 76,50 Dollar (65,92 Euro). Damit erreichte das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von etwa 9,8 Mrd. Dollar (8,44 Mrd. Euro). Amazon-Titel gaben dagegen knapp zwei Prozent nach.

Globalstar betreibt dem Branchendienst Satellitemap zufolge 88 aktive Satelliten. Amazon komme auf 210 Trabanten für Daten- und Sprachübertragungen. In der finalen Ausbaustufe des ursprünglich "Kuiper" genannten Projekts "Leo" sollen 3.200 Satelliten Kommunikationsverbindungen ermöglichen. Damit wäre Leo der größte Konkurrent von Starlink. Die Firma des Milliardärs Elon Musk ist Weltmarktführer mit mehr als 10.000 aktiven Satelliten. Starlink steuert 50 bis 80 Prozent zum Umsatz des Mutterkonzerns SpaceX bei. Dieser steht vor einem Mega-Börsengang.

Mobilfunk- und Datenverbindungen über Satellit gewinnen für zivile und militärische Anwendungsbereiche zunehmend an Bedeutung. So spielt Starlink im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Daneben kooperieren die Deutsche Telekom und ihre Tochter T-Mobile mit dem US-Unternehmen, um in abgelegenen Gebieten Satellitenverbindungen über herkömmliche Smartphones zu ermöglichen. Europa will seine technologische Unabhängigkeit mit dem Aufbau eines eigenen Netzwerks ("Iris2") sicherstellen.

ANTWERP - BELGIEN: FOTO: APA/APA/Belga/JONAS ROOSENS

Belgium OUT

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!