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Damit wuchs die nach der UBS größte reine Privatbank der Schweiz auf das Jahr hochgerechnet um 2,9 Prozent, während sich die eigene Vorgabe auf etwa 3,0 Prozent belief. Zusammen mit den Kursgewinnen an den Finanzmärkten sorgten die eingeworbenen Neugelder dennoch dafür, dass die insgesamt verwalteten Vermögen um fünf Prozent auf den Rekordwert von 521 Mrd. Franken kletterten.
Die Kredit-Wertberichtigungen schlugen mit netto 213 Mio. Franken zu Buche. Anfang 2024 hatte Bär Kreditverluste von 586 Mio. Franken in Zusammenhang mit dem Kollaps der Immobiliengesellschaft Signa des Tiroler Investors Rene Benko verbucht. Der Skandal kostete den damaligen Bär-Chef den Job. Der seit Anfang 2025 amtierende CEO Stefan Bollinger ordnete an, das Kreditportfolio auf weitere Problemfälle zu durchforsten und vorsichtigere Kriterien für die Kreditqualität anzuwenden. Dies führte im vergangenen Jahr zu den Erhöhungen der Kreditwertberichtigungen.
"Alles in allem war 2025 ein erfolgreiches Übergangsjahr und wir sind nun gut aufgestellt, um unsere Mittelfristziele zu erreichen", erklärte Bollinger. Trotz des Gewinnrückgangs will Bär eine unveränderte Dividende von 2,60 Franken je Aktie ausschütten. Mit der Wiederaufnahme von Aktienrückkäufen hält sich das Institut weiter zurück. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines Enforcementverfahrens, der schärfsten Waffe der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma, zur Signa-Affäre. Vontobel-Analyst Andreas Venditti rechnet früheren Angaben zufolge damit, dass Bär bis Ende des Jahres eigene Titel im Wert von einer halben Milliarde Franken zurückkaufen dürfte.