
von
Generali betonte zugleich, dass das Unternehmen die Offerte nicht selbst angestoßen und auch nicht im Vorfeld mit MPS abgestimmt habe. Nun soll ein Verfahren eingeleitet werden, um die Auswirkungen des Angebots detailliert zu prüfen.
Die Haltung von Generali ist für den Ausgang der Transaktion von zentraler Bedeutung. Der Versicherungskonzern hält 50,2 Prozent an Banca Generali und verfügt damit über eine entscheidende Position. MPS bietet im Rahmen des Aktientauschs 6,958 eigene Aktien für jedes Papier von Banca Generali. Gegenüber dem damaligen Börsenwert entspricht dies einem Aufschlag von rund zehn Prozent.
Monte dei Paschi di Siena ist vergangene Woche im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch den großen Rivalen Intesa Sanpaolo in die Offensive gegangen. Das Geldhaus aus Siena legte am Freitag gleichzeitig Übernahmeangebote im Wert von zusammen 34 Milliarden Euro für die norditalienische Banco BPM und die Banca Generali vor. Vorstandschef Luigi Lovaglio will damit die als feindlich erachtete, 36 Milliarden Euro schwere Übernahme durch Intesa verhindern. Intesa ist schon jetzt die größte Bank des Landes, noch vor der Bank Austria-Mutter UniCredit.
Monte dei Paschi (MPS) hatte im vergangenen Jahr bereits die Mailänder Investmentbank Mediobanca geschluckt. Mit den beiden weiteren Übernahmen entstünde laut MPS Italiens drittgrößte Bank mit einer addierten Bilanzsumme von 466 Milliarden Euro. MPS erhofft sich daraus Synergien von rund 2,6 Milliarden Euro.
MILAN - ITALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/MIGUEL MEDINA