Flugbegleiter der Lufthansa streiken am Freitag

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In Deutschland dürften Hunderte Flüge ausfallen
 © DPA, Daniel Bockwoldt, Apa
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Der Streik beim Kabinenpersonal dürfte am Freitag zum Ausfall Hunderter Flüge bei der deutschen AUA-Muttergesellschaft Lufthansa sorgen. Allein bis 17.00 Uhr wurden bereits rund 200 Abflüge vom Frankfurter Flughafen annulliert, wie am Donnerstag aus Daten von der Website des Flughafenbetreibers Fraport hervorging. Die Airline erklärte dazu, es werde Beeinträchtigungen im Flugplan geben. Die genaue Zahl von Flugausfällen sei aber noch nicht klar.

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Eine Fraport-Sprecherin sagte, für Freitag seien insgesamt bisher etwa 1.320 Starts und Landungen mit rund 176.000 Passagieren geplant. Hier seien Flugstreichungen wegen des Streiks aber noch nicht erfasst. In der Regel komme die gesamte Lufthansa-Gruppe auf rund 60 Prozent des Verkehrsaufkommens.

Die deutsche Flugbegleitergewerkschaft UFO hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer Zubringergesellschaft Cityline zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen. Am Freitag sollen von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von ihren Drehkreuzen in Frankfurt und München bestreikt werden. Im selben Zeitfenster sollen nach Angaben der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) die Kabinenbeschäftigten der Cityline an neun deutschen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Bei Urabstimmungen hatte Ende März die große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.

AUA und andere Konzerntöchter fliegen verstärkt

In Deutschland werden die Lufthansa-Fluglinien Discover, Lufthansa City und Eurowings nach Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen, wie der Konzern mitteilte. Auch die internationalen Töchter wie Austrian Airlines (AUA), Swiss, Brussels Airlines, Air Dolomiti und ITA Airways würden versuchen, zusätzliche Frequenzen anzubieten und auf ihren Flügen von und nach Deutschland größere Flugzeuge einzusetzen.

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann nannte den Arbeitskampf eine verantwortungslose Eskalation - "gerade auch in einer Zeit, in der wir mit geopolitischen Herausforderungen umgehen müssen wie extremen Kerosinpreisentwicklungen und großen Unsicherheiten für die kommenden Monate". Der Manager forderte die Gewerkschaft auf, die Gespräche wieder aufzunehmen.

Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen

Diese hingegen argumentiert, weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei der Kernmarke Lufthansa noch in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt. "Diese Situation wäre vermeidbar gewesen – die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bisher nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", erklärte UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger mit Blick auf das Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag für die Lufthansa.

UFO und die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten die Lufthansa bereits Mitte Februar am gleichen Tag bestreikt, was zu massiven Flugausfällen führte. Die Piloten machten Mitte März erneut Druck mit zwei Tagen Arbeitskampf - auch dieser Tarifkonflikt schwelt noch.

HAMBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Daniel Bockwoldt

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