Chemiekonzern Evonik schnallt Gürtel enger

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Geopolitische Unsicherheiten und harter Wettbewerb belasten
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Der Chemiekonzern Evonik verschärft angesichts der Branchenkrise sein Sparprogramm und baut weitere Stellen ab. Insgesamt sollen von 2027 bis Ende 2029 rund 3200 Arbeitsplätze wegfallen, 2150 davon in Deutschland, kündigte der Essener Konzern am Donnerstag an. Dabei treibt Evonik seinen Umbau voran und steigt aus dem Polyester-Geschäft aus. Der Stellenabbau solle sozialverträglich geschehen.

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"Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach", sagte Konzernchef Christian Kullmann. "Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter", fügte er hinzu. Evonik will mit aktuell laufenden Sparprogrammen bereits rund 2800 Stellen abbauen. Geschäfte mit rund 3.500 Beschäftigten an den Standorten Marl und Wesseling wurden im Rahmen des Umbaus bereits abgetrennt - sie könnten verkauft werden. Evonik beschäftigte Ende März etwa 30.600 Menschen, vor Jahresfrist waren es noch über 31.000.

Die chemische Industrie befindet sich in der Krise. Wegen der zusätzlichen Unwägbarkeiten durch den Iran-Krieg verzichtete der Branchenverband VCI auf eine konkrete Wachstumsvorhersage für das Gesamtjahr. "Wir sehen keine Spur von Aufbruch", hatte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup Ende Mai gesagt. Evonik hat mit einem Umbau auf die Krise reagiert und drückt auf die Kostenbremse.

WESSELING - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/PAU BARRENA

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