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Einige Banken berichteten zudem von einem zunehmenden Druck infolge geopolitischer Unsicherheiten und der Entwicklungen im Energiebereich. Für das vierte Quartal erwarten die Geldhäuser eine weitere Verschärfung der Kreditvergabestandards für Firmen sowie eine deutliche Verschärfung sowohl bei Wohnungsbaudarlehen als auch bei Konsumentenkrediten.
Im dritten Quartal verzeichneten die Banken in der Eurozone unter dem Strich einen Rückgang der Nachfrage von Unternehmen nach Krediten oder Kreditlinien. Die Nachfrage wurde vor allem durch das allgemeine Zinsniveau gedämpft. "Eine schwächere Nachfrage nach Investitionen in Sachanlagen seitens kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Hinwendung zu alternativen Finanzierungsquellen wirkten sich ebenfalls leicht dämpfend auf die Kreditnachfrage aus", teilte die EZB weiter mit. Für das vierte Quartal erwarten die Geldinstitute eine weitgehend unveränderte Nachfrage nach Unternehmenskrediten.
Die Ergebnisse des im Fachjargon als "Bank Lending Survey" (BLS) bekannten Berichts fließen in die geldpolitischen Entscheidungen der Währungshüter ein. Die EZB dürfte laut den Erwartungen der Finanzmärkte ihre Leitzinsen am Donnerstag unverändert lassen, auch wenn die Teuerungsrate im Zuge des Ölpreisschocks zuletzt auf 3,8 Prozent gestiegen ist. EZB-Chefin Christine Lagarde hat signalisiert, dass die Zinsen nicht im Gleichschritt mit der Inflation steigen werden. Sie gab damit einen Hinweis auf eine mögliche Pause. Nach den Zinserhöhungen vom Juni und September könnte die EZB schon zum Jahresende nachlegen, wenn der Inflationsdruck - wie von vielen Experten erwartet - noch zunimmt.
ARCHIV - 26.07.2023, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Stele mit der Aufschrift «European Central Bank - Eurosystem» steht vor der Europäischen Zentralbank (EZB) im Osten der Bankenstadt. Mit der Einführung einer gemeinsamen Währung hoben die EU-Staaten ihr Zusammenwachsen vor einem Vierteljahrhundert in eine neue Dimension. (zu dpa «Euro und Währungsunion: Bis heute kritisiertes Erfolgsmodell») Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.