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Der Essener Konzern hatte bereits angekündigt, bis Ende 2029 rund 3.200 Arbeitsplätze zu streichen, 2.150 davon in Deutschland. Von den Töchtern Oxeno und Syneqt mit rund 4.300 Beschäftigten will sich der Konzern trennen. "Wir sprechen bei Oxeno mit Investoren, im Falle Syneqts ist das noch nicht der Fall", sagte Rettig, "aber es ist klar, dass es in beiden Fällen zum Verkauf kommen wird."
"Ich gehe bei Oxeno davon aus, dass wir im laufenden Jahr vorankommen werden", fügte Rettig hinzu. Bei Syneqt - die Tochter hat 3.500 Beschäftigte in Marl und Wesseling - "soll der Verkaufsprozess 2027 starten", kündigte er an.
Der 66-jährige Rettig ist vorübergehend an die Spitze des Essener Konzerns gerückt. Vorstandschef Christian Kullmann war im August überraschend wegen einer Erkrankung "bis auf Weiteres" ausgeschieden. Er soll nach seiner Genesung aber wieder zurückkehren. "Christian Kullmann hat seine Operation gut überstanden", sagte Rettig. Kullmann befinde sich auf dem Weg der Besserung. "Ich bin zuversichtlich, dass er im kommenden Jahr zurückkommen wird", betonte Rettig.
Kullmann hatte den Umbau Evoniks angestoßen - Rettig will nun Kurs halten. Details des Umbauprogramms seien ausgearbeitet. Erstmals sollen nun auch Mitarbeiter mit Abfertigungen dazu gebracht werden, den Konzern zu verlassen, bei dem es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Ein erstes Restrukturierungsprogramm hatte bei jährlichen Einsparungen von rund 400 Millionen Euro etwa 250 Millionen Euro gekostet, das aktuelle werde "wohl teurer werden". Evonik brauche aber die Fokussierung auf profitable Geschäfte, um das eigene Wachstum zu stärken, sagte Rettig.
The logo of German chemical company Evonik Industries AG is pictured at the company's site in Wesseling, western Germany on September 1, 2025. (Photo by PAU BARRENA / AFP)