Europas Leitbörsen zu Mittag großteils fester, DAX im Minus

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Novo Nordisk brechen nach Meldung schlechter Zahlen um 17 Prozent ein
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Europas wichtigste Börsen haben am Mittwoch zu Mittag großteils zugelegt. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,30 Prozent auf 6.013,05 Punkte. Der britische FTSE gewann 1,02 Prozent auf 10.419,97 Zähler. Ein kleines Minus gab es hingegen in Frankfurt. Der deutsche DAX fiel um 0,18 Prozent auf 24.735,89 Punkte.

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An den Märkten hat sich die Nervosität der vergangenen Handelstage weiter gelegt. Für Beruhigung sorgte am Mittwoch die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte.

Massiv unter Druck kamen nach Vorlage von Zahlen die Aktien des Pharmariesen Novo Nordisk und brachen um über 17 Prozent ein. Starke Konkurrenz für seinen Gewichtssenker Wegovy und das Diabetes-Mittel Ozempic bringt den Konzern weiter in Bedrängnis. Die Dänen gehen für 2026 von weniger Umsatz aus - das wäre der erste Rückgang seit fast einem Jahrzehnt.

Zudem wird das US-Geschäft durch die Einigung des Konzerns mit der Trump-Administration getroffen, die Preise für seine Medikamente zu senken. Konzernchef Mike Doustdar sprach am Mittwoch in einer Telefonkonferenz von einem "nie da gewesenen Preisdruck". Bei Investoren kam der Ausblick schlecht an.

In Frankfurt wirkte sich ein Bericht im "Handelsblatt" über die Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die EU unterschiedlich auf einige Aktien aus. Sehr schwach zeigten sich Heidelberg Materials und lagen mit einem Minus von 7,1 Prozent ganz unten im DAX. Aktien des Chemiekonzerns BASF konnten hingegen 3,8 Prozent zulegen.

In dem Medienbericht hieß es unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive Unternehmen wie etwa aus der Chemiebranche zu entlasten. Heidelberg Materials dagegen litt unter der Nachricht - laut Händlern, weil Anleger zuletzt darauf gesetzt hätten, dass der Zementkonzern ein Vorreiter dabei sei, die Produktion emissionsfrei zu machen. Dies wollten sich die Heidelberger eigentlich teuer bezahlen lassen, vermutete ein Händler.

Die am Vormittag gemeldeten Inflationsdaten aus der Eurozone wirkten sich nicht merklich im Aktienhandel aus. Impulse könnten jetzt noch die am Nachmittag anstehenden USA-Daten liefern. Erwartet werden der ISM-Stimmungsindikator für den US-Dienstleistungssektor sowie ADP-Arbeitsmarktdaten. Von den ADP-Zahlen erhoffen Börsianer Hinweise auf den kommenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Mit Spannung erwartet werden dann die Quartalszahlen des Google-Mutterkonzerns Alphabet nach US-Börsenschluss.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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