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Anleger bleiben in Deckung ob der vielen Themen, die sie verunsichern. Neuerdings hinterfragen sie wieder kritisch, ob sich die Milliardeninvestitionen in den KI-Boom rentieren. Dabei spielen die gestiegenen Zinsen eine wichtige Rolle, während die Ölpreise zuletzt wieder für zusätzlichen Inflationsdruck sorgten. Anders als von Experten gedacht, wurden wichtige Einkaufsmanagerindizes in Frankreich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten vermeldet. Das Land ist derzeit in Unruhe wegen eskalierender Protestbewegungen.
Nichtsdestotrotz bleiben die UBS-Strategen europäischen Aktien gegenüber optimistisch gestimmt. Bedenken hinsichtlich KI-Investitionen, höherer Zinssätze und steigender Ölpreise seien in den vergangenen Wochen in den Vordergrund getreten und hätten zu einer Neubewertung der Märkte geführt, räumte Marktstratege Matthew Gilman von der UBS zwar ein. "Allerdings bleibt die Stärke der Unternehmensgewinne beeindruckend, und wir sehen kaum Anzeichen dafür, dass die zugrundeliegende Stärke gefährdet ist. Die Nachfrage nach KI ist weiterhin robust und das Angebot an Rechenkapazität bleibt knapp, zudem gibt es kaum Anzeichen dafür, dass steigende Ölpreise das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen oder zu Zweitrundeneffekten bei der Inflation führen."
Besonders schwach tendierten am Berichtstag die Automobilwerte, nachdem der von China kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars von einem desaströsen Quartal berichtete. Dessen Kurs brach in Stockholm um fast 30 Prozent ein.
Unter den Luxuswerten brachen Kering um 11,5 Prozent ein. Die Flaute bei der italienischen Edelmarke Gucci setzte dem französischen Mutterkonzern weiter zu. Besser lief es für die L'Oreal-Aktien, die nach einem starken Quartal des Kosmetikkonzerns um 3,9 Prozent anzogen.
In Zürich zogen Holcim um 5,7 Prozent an. Der Schweizer Baustoffkonzern hatte nach unerwartet guten Quartalszahlen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben.