Europas Leitbörsen tiefer, Euro-Stoxx-50 minus 1,24 %

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Spannungen zwischen dem Iran und USA, sowie höhere Ölpreise belasten
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Europas Aktienmärkte haben am Montag den Großteil ihrer teils satten Gewinne vom Freitag wieder abgegeben. Erneut rückten die starken Spannungen zwischen den Konfliktparteien Iran und USA in den Fokus, denn die vor dem Wochenende versprochene Öffnung der Straße von Hormuz bis zum Ende der Waffenruhe am Mittwoch währte nur einen Tag. Im Zuge dessen stiegen die Ölpreise wieder merklich an.

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Am Nachmittag sagte US-Präsident Donald Trump, dass eine Verlängerung des Waffenstillstandes "sehr unwahrscheinlich" sei. Ferner werde er die Straße von Hormuz nicht vor Unterzeichnung eines Deals für iranische Schiffe öffnen. Gleichwohl kündigte er an, dass sich Vizepräsident JD Vance an diesem Montag auf den Weg zu weiteren Verhandlungen nach Pakistan mache.

Der Euro-Stoxx-50, der Leitindex der Euroregion, büßte 1,24 Prozent auf 5.982,63 Punkte ein. Der DAX gab in Frankfurt in einem ähnlichen Ausmaß um 1,15 Prozent auf 24.417,80 Einheiten nach. Der britische FTSE 100 gab mit minus 0,55 Prozent auf 10.609,08 Punkte etwas moderater nach. Steigende Ölwerte minderten in London den Abwärtsdruck.

So war die europäische Öl- und Gasbranche die einzige mit einem klaren Plus. Öl- und Versorgeraktien wie Eni, Repsol und Totalenergies legten im EuroStoxx angesichts der steigenden Ölpreise als Indexfavoriten zwischen 2,5 und 1,8 Prozent zu. In London gewannen BP und Shell starke 2,9 bzw. 2,5 Prozent.

Dagegen waren Aktien aus dem Banken-, Auto- und Reisesektor die kräftigsten Verlierer. Hier zeigten sich etwa Unicredit mit minus 5,3 Prozent am EuroStoxx-Ende besonders schwach nach sehr kräftigen Gewinnen am Freitag. BBVA verloren 3,4 Prozent und Santander 2,6 Prozent.

Deutsche Autoaktien gaben angesichts des Ölpreisanstiegs allesamt nach, wobei die Anteilsscheine des Autobauers VW mit minus 2,4 Prozent am deutlichsten verloren.

UBS hielten sich im schweizerischen SMI mit minus ein Prozent etwas besser. Die britische Investmentbank Barclays stufte in einer Branchenanalyse die Aktie von "Underweight" auf "Equal Weight" hoch. Flora Bocahut setzt zwar vor allem auf die neu zum Kauf empfohlene Aktie von Julius Bär, sieht aber auch bei der UBS ein verbessertes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken. Die Expertin ist recht optimistisch hinsichtlich der Kapitalanforderungen, die vermutlich am 22. April festgelegt werden. Zudem seien die Risiken für die Integration der Credit Suisse gesunken und die Bewertung der Aktie inzwischen weniger ambitioniert.

SAP als Schlusslicht im DAX büßten 3,9 Prozent ein und weiteten ihren Jahresverlust auf rund 28 Prozent aus. Die Softwarebranche leidet besonders unter den Sorgen vor einer Verdrängung durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).

Astrazeneca, die um 1,1 Prozent nachgaben, hielten sich wie der Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern teilte mit, er habe mit dem Lungenmittel Tozorakimab in seiner zulassungsrelevanten Phase-III-Studie die Endpunkte erreicht hat. So hieß es, dass durch das Mittel eine signifikante Verringerung der jährlichen Rate plötzlicher Krankheitsverschlimmerungen bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) erreicht worden sei.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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