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Schlecht schaut es jedoch für die Techwerte aus. "Die Technologiebranche gerät zunehmend unter Druck", sagte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets. "Berichte über die Entwicklung leistungsfähiger KI-Chips durch ein chinesisches Unternehmen lösen massive Gewinnmitnahmen bei Halbleiteraktien in Südkorea und anderen asiatischen Märkten aus." Anleger sorgten sich, wie lange sich die hohen Bewertungen und Gewinnmargen der etablierten Chipkonzerne noch rechtfertigen lassen.
Die Marktexperten der Dekabank schrieben in ihrem Kommentar: "Der Ausverkauf der Halbleiterwerte verschärft sich, nachdem der Broadcom -Chef vor zu hohen Erwartungen an KI und vor Finanzierungsproblemen beim Ausbau gewarnt hat."
Schlusslicht im deutschen Leitindex war die Infineon-Aktie mit minus 4,6 Prozent. Im MDAX büßten Aktien wie die von Elmos, Aixtron, Suss Microtec oder auch Siltronic zwischen 2,6 und 3,9 Prozent ein und schlossen sich der Talfahrt in den USA am Vorabend und in Asien an diesem Vormittag an.
Etwas erholt zeigt sich der Immobiliensektor. Mit einem Plus von zuletzt 1,3 Prozent war die Branche unter den besten der Stoxx-600-Übersicht, die jüngste Talfahrt scheint erst einmal gestoppt. Europaweit nachgebende Renditen am Anleihemarkt sorgten für etwas Unterstützung.
Luxuswerte dagegen haben am Dienstag stärker nachgegeben. Sie folgten damit den enttäuschenden Zahlen von LVMH . Während deren Aktien um 1,8 Prozent nachgaben und damit nach einer annähernden Kurshalbierung seit Jahresbeginn weiter schwächelten, gaben auch Hermes International, Kering und Richemont in einem leicht anziehenden Gesamtmarkt deutlicher nach.
"Der französische Luxuskonzern LVMH konnte mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen nicht erfüllen", so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Die anhaltende Konsumschwäche in China habe belastet und setze auch andere europäische Luxus- und Konsumwerte unter Druck.
Die Aktien des Markenartiklers Unilever gingen heute 0,98 Prozent auf 4.786 Pence hinauf. Das Analysehaus Jefferies hatte zuvor das Kursziel für Unilever vor Umsatzzahlen zum dritten Quartal von 3.900 auf 4.000 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Underperform" belassen. Nach einem Absatz- und Sortimentsboom im Vorquartal sei es schwer abzuschätzen, inwieweit der Lebensmittelkonzern nun erneut vom FIFA-Sponsoring und den seit Jahresbeginn bestehenden Verzerrungen im lokalen Wettbewerb profitiert haben könnte, schrieb David Hayes in einer Studie. Zudem erschienen die Aktien recht hoch bewertet.