Europas Leitbörsen starten behauptet

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Volkswagen-Aktien unter Druck
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Montag im Vormittagshandel kaum bewegt gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand zuletzt mit einem knappen Minus von 0,02 Prozent bei 6.460,68 Punkten. Der deutsche DAX hielt mit einem Minus von 0,01 Prozent bei 26.133,13 Zählern. Der britische FTSE befestigte sich leicht um 0,11 Prozent auf 10.828,45 Der Wochenauftakt an den Börsen verlief weitgehend ruhig.

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Börsenrelevante Konjunkturdaten stehen am Montag nicht an. Auch Unternehmensnachrichten gab es nur wenige. Aufmerksam verfolgt wird weiter die Entwicklung des Nahostkonflikts. Der Iran warnte die USA zuletzt vor schweren Konsequenzen ihres angekündigten Wirtschaftskriegs gegen die Islamische Republik.

Unter Druck kamen am Montag die Aktien von Volkswagen (VW) und büßten 2,1 Prozent ein. Gleich neun außerordentliche Betriebsversammlungen stehen bei dem Autohersteller in den kommenden Tagen auf dem Programm. Es geht dabei um die Zukunft des Konzerns und der VW-Standorte. Die VW-Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Zehntausende Arbeitsplätze und die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm.

VW-Konzernchef Oliver Blume schwörte die Belegschaft zuletzt auf tiefgreifende Einschnitte ein und forderte angesichts einer globalen Branchenkrise Zusammenhalt. "Auf die nächsten Wochen kommt es an: Alle müssen mitziehen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir haben den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt."

Schwach zeigten sich nach negativen Branchenvorgaben aus Asien auch Halbleiterwerte. Infineon fanden sich mit einem Minus von 1,3 Prozent unter den größten Verlierern im Euro-Stoxx-50. An der der Börse in Südkorea büßten die Aktien des Branchenschwergewichts Samsung Electronics zum Wochenstart fast 9 Prozent ein. Anleger zeigten sich enttäuscht von den Plänen des Elektronikriesen, bis zu 110 Billionen Won (rund 68 Mrd Euro) an die Aktionäre auszuschütten statt Aktien zurückzukaufen.

Abgaben gab es auch in den zuletzt gut gelaufenen Ölwerten. Aktien der Ölkonzerne TotalEnergies und BP gaben am Vormittag jeweils rund 1,0 Prozent nach. Die Rohölpreise waren nach ihren jüngsten Anstiegen zuletzt wieder etwas zurück gekommen.

Mit Spannung erwartet wird an den Märkten jetzt das anstehende Notenbankertreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag startet. Vor allem von der Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die nächsten Zinsentscheidungen der Notenbank. Notenbankchefs haben das Symposium in der Vergangenheit schon öfter als Forum genützt um die Märkte auf kommende geldpolitische Entscheidungen einzustimmen.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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