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Für etwas Unterstützung sorgte neben einer klar positiven Verlaufstendenz an der Wall Street, dass die USA und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormuz US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln wollen. "Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt würden.
Im marktbreiten Stoxx-Europe-600 führten Medien-, Öl- und Technologietitel die Gewinnerliste an. Ihnen half auch, dass sich an der US-Tech-Börse Nasdaq eine Erholungsbewegung vom schwachen Freitag abgezeichnet hat.
Im Euro-Stoxx zählte Prosus mit einem Kursplus von 2,4 Prozent zu den besten Werten. Die niederländische Internet-Beteiligungsholding konnte im vergangenen Geschäftsjahr dank eines guten Laufs in allen drei E-Commerce-Bereichen des Konzerns das bereinigte operative Ergebnis mehr als verdoppeln. Damit überraschte sie positiv. Zudem steuert der chinesische Internetkonzern Tencent, nach wie vor die wichtigste Beteiligung des Konzerns, weiter Milliardengewinne zum Konzernergebnis bei.
Auch Halbleiteraktien wie ASM International, ASML und STMicro waren am Montag wieder gefragt.
Der IT-Dienstleister Nagarro steht vor einer Übernahme durch den indischen Konzern Persistent. Der Technologiedienstleister aus Indien bietet 81 Euro je Nagarro-Aktie, wie die beiden Unternehmen in der Nacht auf Samstag in München mitteilten. Das ist etwa doppelt so viel wie die Nagarro-Aktie zum Xetra-Schluss am Freitag gekostet hatte. Mit dem Angebotspreis wird das Nagarro-Aktienkapital mit etwas mehr als einer Milliarde Euro bewertet. Persistent kam zuletzt auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet gut sieben Milliarden Euro. Nagarro schossen um fast 88 Prozent auf 75,90 Euro hoch. Schon am Freitag war der Kurs um fast 20 Prozent gestiegen.
Exail-Titel verteuerten sich um 3,7 Prozent auf 121 Euro. Damit profitierte der Hersteller von minenzerstörenden Seedrohnen weiter von einer potenziellen Übernahme. Der Triebwerkhersteller Safran befindet sich in exklusiven Verhandlungen über einen möglichen Kauf des Unternehmens. Im Gespräch ist ein Kaufpreis von 128,50 Euro je Aktie.
Dagegen zählten die konjunkturabhängigen Bau- und Baustoff- sowie Rohstoff- und Automobilwerte zu den größten Verlierern.
Für die Aktien von British American Tobacco ging es um 0,7 Prozent hinunter. Der Zigarettenkonzern will Kreisen zufolge im Rahmen eines Unternehmensumbaus Arbeitsplätze abbauen und damit seine Kosten deutlich senken. Geplant sei, die weltweit 47.000 Stellen etwa um ein Fünftel zu reduzieren, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und verweist dabei auf eine interne Mitteilung des Konzerns.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND