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Der bange Blick gilt daher der Renditeentwicklung an den Anleihemärkten. "Die Renditen der größten Schuldner aus dem Euroraum, Frankreich und Italien, haben sich inzwischen über der Vier-Prozent-Marke festgesetzt", so die Experten der LBBW.
Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor zu Mittag 0,47 Prozent auf 6.339,13 Punkte. In Frankfurt büßte der DAX 0,78 Prozent auf 25.767,15 Punkte ein. Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer Leitindex SMI um 0,31 Prozent auf 14.290,03 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,56 Prozent auf 10.728,68 Zähler nachgab.
Stärkster Sektor waren die Banken. Unter den Standardwerten aus dem Segment ragten Deutsche Bank und ING heraus. Beide profitierten von Analystenkommentaren. Nach der Kaufempfehlung von Goldman Sachs setzten die Aktien der Deutschen Bank ihre jüngste Gewinnserie fort und gewannen ein Prozent. ING kletterten um 1,8 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Einstufung auf "Overweight" angehoben hatte.
Ölwerte lagen dagegen trotz weiter steigender Ölpreise im Minus. "Darin spiegelt sich die Erwartung einer potenziellen Beruhigung an den Energiemärkten wider", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets an. Auch Technologiewerte schwächelten. Sie litten damit unter den Vorgaben aus Asien und den USA.
Noch stärker lagen Einzelhandelsaktien im Minus. Hier belasteten die herrschenden Konjunktursorgen und das befürchtete Szenario einer Stagflation. Gefragt waren dagegen L'Oreal. Mit einem Plus von einem Prozent profitierten sie von einer Hochstufung durch Exane BNP auf "Outperform".
Eine Abwärtstendenz gab es auch bei den Autowerten zu sehen. Hier rückte die Aktie von Volkswagen mit einem Abschlag von 3,4 Prozent in den Fokus. Der Autobauer muss den Euro-Stoxx-50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekannt gab. Angesichts der Krise der Wolfsburger ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast zwei Dritteln. Überraschend kommt der Abstieg aus dem europäischen Leitindex einem Händler zufolge nicht.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON