Wiener Börse startet tiefer in die Woche

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Laune am Wiener Aktienmarkt durch Lage im Iran getrübt
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
©Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag tiefer aus dem Wochenende gestartet. Der heimische Leitindex ATX notierte rund 1 Stunde nach dem Handelsstart mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 5.826,82 Punkten. Der ATX Prime sank um knapp 0,5 Prozent auf 2.882,12 Zähler. An den wichtigsten europäischen Börsen zeigte sich ein ähnliches Bild, mit teilweise noch deutlicheren Verlusten. Die Laune an den Märkten wird einmal mehr durch die undurchsichtige Lage am Persischen Golf getrübt.

von

Die Wiener Börse war in der vergangenen Woche nach zwischenzeitlichen Erholungsversuchen mit Abschlägen aus der Woche gegangen. In der neuen Handelswoche drückt wieder vor allem das Warten auf eine Annäherung im Iran-Konflikt nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China auf das Geschäft. Trump hat dem Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte die Führung nicht rasch handeln. "Für den Iran tickt die Uhr", schrieb er am Sonntag in einem Beitrag in den sozialen Medien.

Israel stellt sich mittlerweile nach Medienberichten angesichts stockender diplomatischer Bemühungen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. "Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran", sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem.

In Österreich ist es unternehmensseitig ruhig. Analysten der Erste Group Research haben heute nach den Quartalszahlen von Wienerberger das Kursziel für die Papiere des Ziegelkonzerns von 36,60 Euro auf 34,70 Euro gesenkt, was den niedrigeren Gewinnschätzungen Rechnung trage, hieß es dazu. Die Empfehlung "Buy" wird beibehalten, da Wienerberger mit einem erheblichen Abschlag gegenüber der Konkurrenz gehandelt werde und die zyklusübergreifenden Kennzahlen weder das strukturell verbesserte, weniger konjunkturabhängige und margenstärkere Portfolio noch die starke Cash-Generierung widerspiegelten. Im Frühhandel sank die Wienerberger-Aktie um 1,79 Prozent auf 21,94 Euro.

Analysten von Warburg Research haben ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Semperit auf 22,00 Euro gehalten. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde vom zuständigen Experten Stefan Augustin ebenfalls bestätigt, der "das starke Ergebnis des ersten Quartals als Puffer" betrachtet. Die Aktien notierten am Montag bei 15,00 Euro.

An der ATX-Spitze lagen zunächst die Werte des Ölfeldausrüsters SBO mit einem Plus von 2,34 Prozent. Am unteren Ende fanden sich hingegen die Bauwerte wieder.

Die Strabag notierte mit einem Minus von 2,98 Prozent. Der russische Strabag-Aktionär Rasperia Trading Limited, dessen Aktionärsrechte sanktionsbedingt eingefroren sind, hat Anfang Mai in Kaliningrad eine weitere Zivilklage gegen den Baukonzern und sein Umfeld eingebracht. Rasperia fordert laut russischem Gerichtsregister eine Summe von etwa 31 Mio. Euro. Geklagt wurden unter anderem die Strabag SE, vier Töchter oder Beteiligungen des Baukonzerns, die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und Hans Peter Haselsteiner als Strabag-Aktionäre.

Ebenfalls mit einem klaren Minus starteten die Aktien von Palfinger (-2,44 Prozent) und Porr (-1,93 Prozent) in die neue Handelswoche.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!