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Außerhalb der Eurozone gab der SMI ebenfalls um 0,5 Prozent auf 13.161 Punkte nach. Der britische FTSE-100 notierte zu Wochenbeginn moderat im Plus bei 10.222 Zählern.
Im Iran-Krieg hat sich der Ton zwischen den USA und dem Iran wieder verschärft. Am Sonntagabend hatte US-Präsident Donald Trump mit einer Wiederaufnahme des Kriegs gegen den Iran gedroht, sollt es nicht zu einer Einigung kommen. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Der US-Verbündete Israel stellt sich auf einen möglichen Neubeginn der Angriffe im Iran ein. Inmitten der festgefahrenen Verhandlungen wurde jedoch auch bekannt, dass Teheran nach eigenen Angaben wieder neue Vorschläge nach Washington geschickt hat.
Unter Abgabedruck standen vor allem die von der Konjunktur und den Energiepreisen abhängigen Sektoren. So gaben Automobil- und der Bauwerte deutlich nach. Auch Reisewerte wurden verkauft.
Ryanair verloren an der Börse in Dublin wegen unsichere Aussichten über den weiteren Geschäftsverlauf zuletzt fast zwei Prozent. Der Billigflieger rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten. An der Londoner Börse fielen in ihrem Sog auch Easyjet um 3 Prozent und Wizz Air um 4,5 Prozent.
Von den hohen Energiepreisen profitierten indessen erneut Öl- und Gaswerte. Eni gewannen 2,4 Prozent und Totalenergies 1,5 Prozent. Auch BP und Shell verteuerten sich in ähnlichem Umfang.
Der DAX holte seine anfänglichen Kursverluste wieder auf. Laut dem Marktbeobachter Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets werden Kurse unter 24.000 Punkten von Anlegern zu "Schnäppchenkäufen" genutzt. Er verwies auf bestimmte Werte als Stütze, darunter der Chipkonzern Infineon mit einem Plus 2,7 Prozent als bester DAX-Wert. Mit der Aktie spielten Anleger weiter das KI-Thema, genauso wie mit dem Energietechnik-Konzern Siemens Energy, der zuletzt 1,3 Prozent zulegte. Beide Aktien sind 2026 die Spitzenreiter im deutschen Leitindex.