Europas Leitbörsen schließen mit klaren Zuwächsen

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Hoffnungen auf Ende des Iran-Kriegs und fallende Ölpreise im Blick
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Die Hoffnungen auf ein nahendes Ende des Iran-Kriegs haben Europas Börsen zum Monatsbeginn in die Höhe gehievt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 2,93 Prozent auf 5.732,71 Einheiten. Der deutsche DAX legte 2,73 Prozent auf 23.298,89 Zähler zu. Der britische FTSE-100 gewann 1,85 Prozent auf 10.364,79 Punkte.

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Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian hatten am Vorabend nach dem europäischen Börsenschluss schon an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Pezeshkian "Garantien" für ein Kriegsende. Heutige Aussagen beider Kriegsparteien brachten etwas Ernüchterung. So wolle Trump den Iran weiter bombardieren, solange die Straße von Hormuz nicht ungehindert passierbar sei. Der Iran wies indes den zuvor von Trump kolportierten Wunsch Teherans nach einer Waffenruhe zurück.

Der dennoch anhaltende Optimismus im Iran-Krieg machte sich auch bei den weiter gesunkenen Ölpreisen bemerkbar, die derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger sind. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni notierte zuletzt um die Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zu Wochenbeginn wurde Brent noch über 110 Dollar gehandelt.

Die Kursgewinne zogen sich am Vormittag quer durch alle Branchen. Unter den größten Euro-Stoxx-50-Gewinnern fanden sich vor allem Bankwerte wie UniCredit, Banco Santander oder BNP Paribas mit Kursgewinnen zwischen 5,2 und 5,6 Prozent. Ganz oben im Index lagen aber nach positiven Analystenkommentaren die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall mit einem Plus von über neun Prozent.

Verlierer waren angesichts der Korrektur der Ölpreise Energie- und Ölwerte. Im Euro-Stoxx-50 gaben die Aktien der Ölkonzerne Eni und TotalEnergies 4,7 bzw. 4,1 Prozent nach.

Schwach zeigten sich auch einige Chemiewerte wie etwa BASF (minus 2,8 Prozent). Aktien der Branche dürften nach einer zuletzt starken Performance unter Gewinnmitnahmen leiden, hieß es. Chemiewerte waren in der Frühphase des Krieges zunächst stark belastet worden, wurden dann aber angetrieben von der Annahme, dass europäische Anbieter von steigenden Preisen profitieren können.

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