Europas Leitbörsen schließen höher, Euro-Stoxx-50 plus 1,01%

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UniCredit-Ausblick sorgt für sehr gute Stimmung im Bankensektor
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Montag einheitlich höher geschlossen. Gestützt auf eine Freitagsrally an der Wall Street und einen Kurssprung in Japan blieben die Anleger zuversichtlich für europäische Aktien.

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Auch zum Wochenauftakt präsentierten sich die US-Börsen im Verlauf mit einer freundlichen Tendenz, dies unterstützte im Späthandel zusätzlich. Vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA, die im Wochenverlauf erwartet werden, fehlten aber die klaren Handelsimpulse. In Europa geht der Blick insbesondere in Richtung der Unternehmen, denn von dort wird eine Flut von Quartalszahlen und Ausblicken auf das angelaufene Jahr erwartet.

Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,01 Prozent auf 6.059 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX legte 1,19 Prozent auf 25.015 Zähler zu. Der britische FTSE verbesserte sich vergleichsweise etwas moderater um 0,16 Prozent auf 10.386 Einheiten.

Positive Nachrichten für Bankenanleger kamen aus Italien. Die Bank-Austria-Mutter UniCredit will ihre Gewinne in den kommenden Jahren weiter nach oben treiben und Milliardensummen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. Bis zum Jahr 2028 soll der bereinigte Überschuss auf 13 Mrd. Euro klettern, teilte das Geldhaus in Mailand mit. Für das laufende Jahr nimmt sich UniCredit-Chef Andrea Orcel bereits 11 Mrd. Euro vor. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die Unicredit-Aktie legte um satte 6,4 Prozent zu. Im Sog der UniCredit zogen auch andere Bankenwerte an. Societe Generale gewannen 3,3 Prozent, Commerzbank 4,2 Prozent und BBVA 2,2 Prozent.

Gut gesucht waren auch die Aktien von Rüstungskonzernen. Die Titel von Rheinmetall schlossen 2,8 Prozent höher. Die Werte von Renk stiegen nach einer Kaufempfehlung von Warburg Research um starke 5,7 Prozent. Trotz der Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine werden Experten nicht müde zu betonen, dass Rücksetzer neue Kaufchancen eröffnen. Dies unterstrich am Montag Warburg-Experte Christian Cohrs mit Blick auf Renk, die sich zuletzt von ihrem Rekordhoch um bis zu 40 Prozent entfernt hatten, aber vom sich abzeichnenden Superzyklus im Verteidigungsbereich profitieren sollten. Dem Experten zufolge ist die Anlagestory bei dem Panzergetriebe-Hersteller intakt und die operative Entwicklung langfristig gut berechenbar.

In Paris legten STMicro um fast zehn Prozent zu auf ein Hoch seit Juli. Der Chiphersteller baut die Kooperation mit dem Tech- und Handelsriesen Amazon mit einer milliardenschweren Bestellung aus. STMicro wird in den kommenden Jahren verschiedene Halbleiter für Amazons Cloudgeschäft AWS liefern.

Der europäische Chemiesektor gab etwas nach. Hier enttäuschte der Verkauf der Tiernahrungssparte durch den Aromenhersteller DSM-Firmenich an den Investor CVC Capital Partners. Aktien von DSM-Firmenich rutschten um 2,6 Prozent ab und belasteten auch die Papiere der Wettbewerber Givaudan und Symrise. Analysten bemängelten, dass der Verkaufspreis von 2,2 Milliarden Euro die Sparte niedrig bewerte.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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