US-Börsen zur Eröffnung schwächer erwartet

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Iran-Konflikt weiter das bestimmende Thema
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Die Woche am US-Aktienmarkt war durchwachsen - geprägt vom Ausbruch des Iran-Kriegs und stark gestiegenen Energiepreisen. Nun zeichnet sich am Freitag ein schwacher Handelsstart ab. Rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn zeigt eine außerbörsliche Indikation für den Dow Jones ein Minus von 0,7 Prozent.

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Entscheidend für die Anlegerstimmung ist Experten zufolge, wie lange die kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten wohl dauern wird und wann sich Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus - einem Nadelöhr des globalen Öl- und Erdgashandels - wieder normalisiert. Noch setzen viele Experten in ihren Basisszenarien auf einen kurzen Krieg.

Der am Freitag veröffentlichte monatliche US-Arbeitsmarktbericht für Februar war zwar enttäuschend ausgefallen, dürfte aber angesichts des Iran-Konflikts an den Börsen am Freitag keine größere Rolle spielen. Die Arbeitslosenquote legte um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine unveränderte Quote von 4,3 Prozent erwartet. Unterm Strich gingen 92.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft verloren. Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Stellenaufbau in Höhe von 59.000 erwartet.

Profiteure der hohen Energiepreise sind neben Öl- und Gaskonzernen die Produzenten von Polyethylen wie Lyondell und Dow. Für letztere sprach der JPMorgan-Analyst Jeffrey Zekauskas nun eine Empfehlung aus, weil er Nachholpotenzial gegenüber Lyondell sieht. Für die Preisentwicklung des Kunststoffs ist er sehr bullisch. Dow-Aktien kletterten vorbörslich um 3 Prozent nach bisher 10 Prozent Wochenplus. Lyondell zogen nach fast 15 Prozent Wochengewinn kaum noch an.

Um 12,5 Prozent aufwärts ging es vorbörslich für Marvell Technology nach einem starken Ausblick. Vivek Arya von der Bank of America sprach eine Kaufempfehlung aus. Die Telefonkonferenz nach dem Geschäftsbericht habe das Vertrauen darin bestärkt, dass Marvell stark von der KI-bedingten Nachfrage nach optischen Halbleitern profitieren wird, so Arya. Zudem sei der Erfolg des Partners Microsoft mit kundenspezifischen Chips für die Cloud-Infrastruktur klarer absehbar.

Deutlich nach unten ging es unterdessen mit 8 Prozent für Gap. Old Navy, die größte Marke des Modehändlers, enttäuschte zum Jahresende 2025 beim Wachstum. Auch der Margen-Ausblick von Gap blieb unter den Erwartungen.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS

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