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Im Fokus bleiben die Auswirkungen des Angriffs der USA und Israels auf den Iran. Die Ölpreise hatten am Vorabend nach europäischem Börsenschluss weitere Höchststände markiert und notierten am Freitagvormittag nur knapp unter diesen. Um die Situation an den Ölmärkten zu entlasten, erlauben die USA es indischen Raffinerieunternehmen nun, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen.
Dies helfe womöglich, einen sofortigen Abwärtsdruck auf den Markt zu führen, ein "Gamechanger" sei die Maßnahme aber nicht, schrieb der Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING. Ein nachhaltiger Preisrückgang sei nur durch die Wiederaufnahme der Öllieferungen durch die Straße von Hormuz zu erreichen.
Neben dem Iran-Krieg haben die Anleger zu Wochenschluss den US-Arbeitsmarktbericht im Blick, der für den Zinskurs der US-Notenbank Fed von Bedeutung ist. Die höheren Energiepreise lenken derzeit den Fokus auch wieder auf Inflationsgefahren und mögliche Reaktionen der Fed.
Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage ruhig. Porr-Aktien büßten 2,6 Prozent auf 38 Euro ein. Warburg Research stufte die Titel von "Buy" auf "Hold" ab, hob aber das Kursziel auf 43 Euro an. Auch wenn die Equity Story intakt bleibe, preise das aktuelle Kursniveau fast alles ein, schrieb Analyst Philipp Kaiser.
An der ATX-Spitze erholten sich Andritz um 2,2 Prozent, nachdem sie am Vortag nach Zahlen unter Druck geraten waren. Moderate Verluste gab es in den Bankwerten. OMV und Verbund legten vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Energiepreise um jeweils 0,9 Prozent zu, sie sind zudem die einzigen Aktien im ATX, die auf eine positive Wochenbilanz zusteuern.