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Der Iran-Krieg bleibt das beherrschende Thema an den Börsen. Irans Kampfkraft ist zwar nach US-Einschätzung erheblich geschwächt - dennoch weitet Teheran den Krieg im gesamten Nahen Osten weiter aus. Ein wenig Entlastung brachten am Freitag weiter stabilisierte Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen prüfen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs, den der brachliegende Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz ausgelöst hatte.
Angeführt wurden die Gewinne von Rüstungswerten. Renk zogen um 7,5 Prozent an. Dahinter legten Hensoldt und Dassault Aviation jeweils etwas mehr als drei Prozent zu. Inmitten der andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten wird immer stärker darüber debattiert, ob zum Sturz der iranischen Regierung eine Bodenoffensive folgen muss. Erleichterung ist nicht in Sicht, denn Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt.
Schwächer tendierten inzwischen Gesundheitswerte. Roche und Zealand Pharma büßten nach Studiendaten drei beziehungsweise gut 30 Prozent ein. Das von den Unternehmen gemeinsam entwickelte Abnehmmittel Petrelintide hätte in den Phase-II-Studiendaten etwas weniger Gewichtsverlust gezeigt als gedacht, schrieb Richard Vosser von der US-Bank JP-Morgan.