Europas Leitbörsen schließen etwas tiefer, Euro-Stoxx -0,1 %

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 © DPA, Arne Dedert, Apa
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Die europäischen Börsen haben sich am Montag mit kleinen Abgaben aus dem Geschäft verabschiedet. Sie halten sich damit in Reichweite ihrer jüngsten Rekordstände. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,14 Prozent auf 6.530,45 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,38 Prozent schwächer bei 26.338,61 Zählern. Der Londoner FTSE-100 fiel um 0,28 Prozent auf 10.720,30 Einheiten.

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Rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington ist ein Ende des Irankriegs noch immer nicht absehbar. Die Börsen gehen mit diesem Thema derzeit recht gelassen um. Die Ölpreise waren am Montag wenig bewegt. Hoffnungen auf eher stabile denn steigende Zinsen in den USA, wo Wirtschaftsdaten zuletzt schwächer als erwartet ausgefallen waren, stützen die Märkte.

Zuwächse gab es etwa im Technologiesektor. ASML, Siemens Energy und Infineon waren mit Kursaufschlägen von bis zu 2,6 Prozent unter den wenigen Gewinnern im Euro-Stoxx. Am Markt hieß es, ein herausragendes Umsatzwachstum des KI-Plattformanbieters Anthropic dämme die im Juli noch eingepreisten Sorgen rund um den KI-Ausbau weiter ein. Die Geschäftszahlen bestärkten Anleger in der Einschätzung, dass die massiven Investitionen in diese Technologie sich auszahlen werden.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete aus einem ihr vorliegenden Dokument, in dem Anthropic potenziellen Investoren vielversprechende Wachstumsinformationen an die Hand gibt. Demnach soll der Umsatz des Unternehmens, das mit Claude eine der weltweit beliebtesten KI-Plattformen betreibt, im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mindestens das 14-Fache gestiegen sein.

Stärkster Wert im Euro-Stoxx waren jedoch Argenx mit einem Plus von gut 17 Prozent. Grund ist ein Erfolg des Biotech-Spezialisten in einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit einem Medikament gegen eine seltene entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur.

Anders sah es zum Wochenauftakt für die Frankfurter Notierungen des österreichischen Motorenbauers Steyr Motors aus, die nach einer Senkung der Geschäftsziele für das laufende Jahr und einer Streichung der Prognose für 2027 um 22 Prozent einbrachen. Das Unternehmen nannte Verzögerungen bei internationalen Rüstungsprojekten als Grund für die zurückgenommenen Ziele.

An der Börse in Zürich brachen zudem die Aktien der SIG Group um rund 17,6 Prozent ein. Der Schweizer Verpackungshersteller hatte überraschend Finanzchefin Ann-Kristin Erkens zur neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt.

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